produktive Tage

Die letzten beiden Tage waren wir richtig aktiv! So, dass wir nicht mal zum Schreiben gekommen sind… Aber wir haben auch etliches geschafft!

Gestern

Wir konnten irgendwie gar nicht so lang schlafen, vielleicht haben wir uns einfach mal wieder auf ein Frühstück im Cockpit gefreut ;-) Vormittag kamen Katja und Andreas. Nach einer auführlichen Begrüßung mit Bootsbesichtigung haben wir uns dann an die Arbeit gemacht, die beiden wollten uns helfen. Und haben das auch getan!

  • Katja hat für uns eingekauft, wir hatten noch keine wirkliche Grundausstattung mit Butter, Marmelade und ähnlichem.
  • das Antennenkabel für unser KW-Funkgerät ist verlegt worden. Außerdem sind die Alu-Bahnen, die als Erdung und Dipol dienen, miteinander vollständig verbunden worden (mit Kupferbändern).
  • als weiteres Kabel haben wir die Radio-Antenne verlegt. Das ist bisher eine Never-Ending-Story gewesen… Wir hatten schon verschiedene Antennen ausprobiert, und keine hatte wirklich Empfang. Bei manchen sind wir auch schlicht und ergreifend an der Halterung gescheitert. Die Radio-Antennen, die wir ausprobiert haben, sind nun mal für den KFZ-Bereich optimiert und nicht für´s Boot. Wir dachten, wir kämen so günstiger weg, aber das hat nicht funktioniert. Inzwischen haben wir eine Marine-Radio-Antenne, die aber ein zu kurzes Kabel hatte. Gestern haben wir also das Kabel mit der Verlängerung, die wir inzwischen hatten, verlegt – und was soll ich sagen: es haben 50cm gefehlt…
  • die Halterung für Susi haben wir abgedichtet und ausgerichtet. Sie geht jetzt gut an der Badeplattform vorbei, allerdings kommt man über´s Heck nicht mehr so leicht ins Boot.
  • eigentlich wollten wir die AIS-Antenne verlegen, das ist aber an einer Kleinigkeit bisher gescheitert: wir müssen die beiden Kabel der Antenne durch´s Deck führen und die einzige Durchfürhung, die wir da haben, ist zu klein. Morgen abend bekommen wir zwei passende, Sonntag kann also noch das AIS zum Laufen gebracht werden.

Zwischendurch ging es zur Stärkung an die Schleuse – natürlich zum Backfisch essen. Wie immer sehr lecker! Abends saßen wir noch gemütlich im Cockpit und haben geplauscht, war sehr schön.

Heute

Heute stand ganz im Zeichen unserer Kurzwellenfunkanlage. Natürlich nicht, ohne vorher noch gemütlich gefrühstückt zu haben! Vormittags kamen Bob und Uwe, unsere Funkspezialisten. Wir haben ihnen erstmal erzählt, was wir denn so für Geräte haben und was wir bisher wie zusammengebaut haben. Das bisherige war schon gar nicht mal so schlecht, wir hatten also gut vorbereitet (was uns sehr gefreut und erleichtert hat!). Mit dem Tuner waren wir uns nicht so sicher, was da wie angeschlossen werden muss, aber das haben wir dann alle zusammen auch gut hinbekommen.

Stromanschluss für den Tuner, Antennenstecker, die korrekte Verbindung mit der Alufolie waren alles im Endeffekt nur noch Bastelarbeiten. Und dann haben wir, bzw. Uwe zu funken versucht. Wir haben Funker in Passau gehört und über Pactor auch Verbindung mit einer Station in Norditalien bekommen. Leider war da die Verbindung zum Senden zu schlecht, aber dass wir soweit gekommen sind, war schonmal ein gutes Zeichen. Bei einer Frequenz allerdings haben sich Funkgerät und Tuner nicht verstanden und das Funkgerät hat abgeschaltet. Das werden wir wohl auch noch herausfinden (vermutlich mit tatkräftiger Unterstützung).

Vielen, vielen Dank an Uwe und Bob!!! Ihr wart bisher schon eine sehr große Hilfe, wir freun uns auf´s nächste Mal ;-)

Anschließend bin ich nach Wilhelmshaven gefahren, an der Radio-Antenne haben ja noch 50cm gefehlt. Also noch eine Verlängerung geholt, und mit der läuft das Radio inzwischen auch tatsächlich bestens! So einen guten Empfang hatten wir noch nie, die Mühe hat sich also gelohnt. Wir sind mal gespannt, was wir in anderen Ländern dann so empfangen ;-)

Während ich unterwegs war, kamen Silvia und Claus zu Besuch, im Gepäck eine Menge Input für unsere Bordapotheke… Das ist wirklich heftig, was da so alles empfohlen wird. Wir hoffen nur, dass wir nichts davon wirklich brauchen!

Inzwischen ist Kassiopeia wieder von dem Geräume heute tagsüber aufgeräumt und wir haben uns einen richtig gemütlichen Abend gemacht. Unser Cockpittisch und die Kuchenbude sind uns inzwischen sehr an Herz gewachsen.

wieder gen Norden unterwegs

Endlich sind wir wieder Richtung Norden unterwegs. Das Auto ist wie gehabt voll, die ToDo-Liste auch.

  • das AIS wollen wir komplett an- und einbauen. Wir sind zwar noch auf der Suche nach einem Netbook mit der erforderlichen Auflösung, aber senden geht auch ohne. Und ob das funktioniert, können wir dann über marinetraffic.com kontrollieren.
  • auf dem Mast soll der neue Windmesser von Nexus montiert werden. Beim Durchziehen des neuen Kabels werden wir dann auch das neue Antennenkabel einziehen. Ach ja, und natürlich muss die UKW-Antenne wieder nach oben.
  • unsere Kurzwellen-Funkanlage wird eingebaut und angeschlossen! Freitag bekommen wir Besuch von zwei Amateurfunkern mit den nötigen Gerätschaften zum Einstellen und Feinjustieren. Wir sind bisher sehr beeindruckt über die Hilfsbereitschaft unter Amateurfunkern!
  • der neue Bugspriet kam gerade noch rechtzeitig, dass wir ihn zusammen mit dem Anker einpacken konnten. Vielleicht schaffen wir den ja auch noch.
  • Susi (unsere Windfahne) muss noch vollständig abgedichtet und ausgerichtet werden.

Dann kriegen wir noch für eine Übernachtung Besuch von der Crew der Saphira – da freuen wir uns sehr drauf! Wir sind gespannt, was sie zu unserer Kassiopeia sagen ;-) Und Samstag sind wir in Bremerhaven bei einer Schiffstaufe eingeladen. Es wird somit nicht langweilig werden :-)

AIS von Weatherdock

Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit der Fa. Weatherdock. Sie ist führender Hersteller von elektronischen Produkten und Sicherheitslösungen der Schifffahrt und Empfangsgeräten.
Vor allem mit AIS Geräten sind sie in Europa führend.
Wir wurden von Weatherdock mit dem “easyTRX A023, einer GPS-UKW Kombiantenne und den dazugehörigen Kleinteilen ausgestattet. Vielen, vielen Dank dafür.
Was uns auch ganz besonders daran gefällt, die Entwicklung sämtlicher Produkte findet in Nürnberg statt. Die Fertigung erfolgt zwar an anderen Standorten, aber ausschließlich in Deutschland. Das ist nicht selbstverständlich und deshalb auch besonders hervorzuheben, wie wir finden.
Doch was ist AIS?
Der Begriff Automatic Identification System (AIS=Automatisches Identifikationssystem) bezeichnet ein Funksystem, das durch den Austausch von Navigations- und anderen Daten die Sicherheit und die Lenkung des Schiffsverkehrs verbessert.
AIS dient der Kollisionsverhütung zwischen Schiffen. Es wird auf einer elektronischen Karte (Kartenplotter oder Laptop) die eigene Schiffsposition und die Position der umliegenden Schiffe angezeigt. Aus Position, Fahrtrichtung und Geschwindigkeit kann abgeschätzt werden, ob der eigene Kurs sicher ist oder ob eine Kollisionsgefahr besteht. Da auch die Schiffsdaten wie Schiffsname und -größe, MMSI-Nummer (Rufnummer des mobilen Seefunkdienstes) sowie UKW-Rufzeichen übermittelt werden, können wir über Funk direkt miteinander Kontakt aufnehmen. AIS stellt also Schiffsbewegungen realitätsgetreu und zeitgenau dar.
Es gibt 2 AIS-Standards zur Zeit:
“Class A” Transceiver müssen in der meldepflichtigen Berufsschifffahrt eingesetzt werden.
“Class B” Transceiver sind nicht vorgeschrieben und werden zumeist im Freizeitbootbereich eingesetzt. Der easyTRX ist ein “Class B” Transceiver.

Chutney, Treffen und Termine

Gestern haben wir mal wieder einen Einmachversuch unternommen. Vor einer Weile hatten wir uns noch einen Schwung Einweckgläser für unterwegs besorgt und die sollten natürlich nicht leer mit an Bord kommen. Und da gerade Rhabarberzeit ist, haben wir uns an Rhabarberchutney versucht. Und es ist durchaus gut gelungen! Ein Glas wurde beim Einkochen zwar nicht ganz dicht, aber da sind wir selber schuld, der Dichtgummi war nicht richtig drauf. Für dieses Glas werden wir bis zur Abfahrt wohl auch noch eine Füllung finden ;-)

Dann gibt es inzwischen unterschiedliche Faktoren, durch die wir mitbekommen, dass es nun nicht mehr lang ist bis zu unserer Abfahrt. Zum einen häufen sich die Termine: Impfungen, letzte Arztbesuche, ein immer kürzer werdendes Maßband (im Gegensatz zur ToDo-Liste) und nicht zuletzt Treffen mit Menschen, die wir dann wohl bald eine lange Weile nicht mehr sehen. Ich habe in den letzten und nächsten Tagen das Glück, noch Zeit mit guten Freundinnen zu finden. Zwischen all den anderen Vorbereitungen bin ich sehr froh, dass sich da noch Lücken ergeben! Allerdings wird mir (bzw. auch Michl) dabei sehr deutlich, dass uns demnächst etliche Abschiede bevorstehen, die nicht leicht werden! Da wird wohl noch die ein oder andere Packung Taschentücher dran glauben müssen.

Schnorchelausrüstung

Jetzt haben wir unsere Schnorchelausrüstung wieder auf den neuesten Stand gebracht. Nachdem wir Claudis Taucheruhr einschicken lassen mussten, wegen Feuchtigkeit unterm Glas, ließen wir uns auch gleich wegen neuer Taucherbrillen und Schnorchel beraten. Es ist ja nicht so, dass es da nur 2 Varianten gibt. Und in der “Tauch Sport Akademie” in Fürth hatten wir eine super Beratung. Jetzt warten wir noch auf ein Angebot wegen Atemregler und Flasche, dann steht u.a. für die Erforschung des Bewuchses unseres Schiffes, Anker entwirren und um vielleicht auch das eine oder mal mal die Unterwasserwelt zu genießen, nichts mehr im Wege :-) . Eines der Bilder wird sicher zum Schmunzeln anregen, doch wer selbst taucht, weiss auch, dass die Optik einfach so ist ;-) .

weatherdock

Nur ganz kurz, ausführlichere Infos folgen: unser neuer Partner ist die in Nürnberg ansässige Firma Weatherdock. Die Firma ist Europas führender Hersteller von AIS-Systemen für die Freizeitschifffahrt. Wir werden ausgestattet mit Sende- und Empfangsgerät.

Ämter…

Heute hatte ich ein besonderes Erlebnis bei der Stadt Nürnberg. Da wir noch ein Flaggenzertifikat (international anerkannter Eigentumsnachweis für Sportboote) beantragen müssen, haben wir beglaubigte Kopien des Kaufvertrags für Kassiopeia und unserer Ausweise benötigt. Die Ausweise waren ja gar nicht das Problem, aber der Vertrag! Noch als Info dazu: unser Kaufvertrag besteht aus zwei Seiten, die nicht zusammengeheftet sind, allerdings ist die erste Seite mit Kürzel des Verkäufers versehen. Und die Druckqualität der ersten Seite ist nicht soooo grandios.

Naja, wir dachten: gehen wir zur Stadt, da ist das mit 5,-€ pro Seite immer noch günstiger als beim Notar. Ist ja auch kein großer Aufwand: kopieren, Stempel und Servus drunter setzen und gut ist. Aber so einfach war das nicht. Die gute Dame von der Stadt meinte, sie kann mir das nicht beglaubigen, da ja nicht feststellbar ist, dass die zwei einzelnen Blätter zu einem Vertrag zusammengehören. Mein Einwand, dass der Text fortlaufend ist und ja auch mit Kürzel auf der ersten Seite unterschrieben wurde, wurde abgeschmettert: das Kürzel kann ja von jedem stammen und die Blätter hängen ja noch nicht mal zusammen (sie wollte mir leider keinen Hefter geben, sonst hätte ich das geändert).

Das ging dann so ein wenig hin und her (mein Einwand, dass das mit dem Kürzel üblich ist und wir den Tipp von einem Anwalt haben, wurde einfach ignoriert), unter anderem kam sie dann auch mit dem Argument, dass ja der Ausdruck der ersten Seite eine schlechte Qualität hat (dass das Kürzel original darauf gesetzt wurde, war zwar unstrittig aber unwichtig). Ich habe versucht zu begründen, dass ja gar nicht die Gültigkeit des Vertrages bestätigt werden soll (immerhin wurde der bereits vom Schifffahrtsamt in Nürnberg anerkannt), sondern einfach nur, dass die gemachte Kopie mit dem Original übereinstimmt. Aber das hat nicht gezählt, ich habe trotz längerer Diskussion keine beglaubigte Kopie bekommen. Unfassbar!

Dann blieb mir nur noch übrig, doch zum Notar zu gehen. Und siehe da: etwa 10 Minuten später hatte ich alle Unterlagen inklusive Ausweise beglaubigt kopiert und der ganze Spaß hat mit gesamt 16,-€ auch noch deutlich weniger gekostet als bei der Stadt!

Steuern und Finanzen

Wir müssen uns auch um so trockene Dinge kümmern, wie z.B. unsere Steuererklärung für 2012 oder was generell passiert, wenn das Finanzamt etwas von uns will. Wir haben da glücklicherweise eine Steuerkanzlei gefunden, bei der wir uns bestens aufgehoben fühlen. Und heute früh waren wir dort und haben alles mal abgeklärt, was zu beachten ist, welche Vollmachten erforderlich sind (da ist noch Feedback vom Finanzamt nötig) und so weiter. Die wichtigsten Fragen sind auf jeden Fall geklärt und somit wieder ein wichtiger Schritt erledigt.

Dann haben wir ein neues Konto beantragt. Da unsere Sparkasse, bei der wir schon ewige Zeiten Kunde sind, kein Entgegenkommen in bezug auf Gebühren gezeigt hat, mussten wir uns eine günstigere Lösung suchen. Das Konto haben wir gestern beantragt, diese Woche sollten die Unterlagen kommen, dann können wir da auch alles fix machen. Das ein oder andere müssen wir ja nicht kündigen, sondern auf das neue Konto umziehen.

Unterschiedliches

Das mit dem Club und dem Highlight konnte man im Nachhinein nur bedingt so sagen. Wir hatten tolle Plätze, die Stimmung war klasse, aber dass sie 1:4 verlieren hätte nicht sein müssen… Zum Trost haben wir uns danach am Freibier festgehalten.

Auf dem Weg ins Stadion haben wir unsere Wohnungskündigung abgegeben! Das heißt, wir haben nur noch bis Ende Juni hier ein Dach über dem Kopf, danach ziehen wir auf Kassiopeia bzw. kommen bei Eltern und/oder Freunden unter bei Bedarf.

Vorher haben wir daheim noch etwas gearbeitet. Da wir schon länger unser Müsli selber mischen, hatten wir noch etliches an Vorräten, was wir zusammen gemischt haben. Abgefüllt haben wir das dann in eine Wasserflasche. Im Supermarkt haben wir 5Liter-Flaschen gefunden, die eine große Öffnung haben und dicht sein sollten. Solche Flaschen werden wir auch für Reis oder ähnliches verwenden.

Jetzt gerade sind wir dabei, ein neues Sauerteigpulver zu probieren. Wenn das was wird, werden wir uns hier einen Vorrat anlegen.

Halterung für Windmesser

Nachdem wir am Wochenende den alten Windmesser vom Masttop abgebaut haben, mussten wir für den neuen, der hatte natürlich andere Befestigungslöcher, eine neue Befestigungsplatte bauen. Dank unseres Freundes Stefan Steigerwald, für den war das ne Kleinigkeit, haben wir jetzt eine Edelstahlplatte auf der das Grundteil schon angepasst ist und gleichzeitig auch mit Bohrung für den Verklicker. So wird in der Seglersprache ein Windanzeiger auf einem Segelboot bezeichnet, der die Richtung des scheinbaren Windes anzeigt. Dies ist mit eines der wichtigsten Teile beim Segeln. So haben wir jetzt Platz für 2 Antennen am Masttop, eine für UKW-Funk und eine für AIS. Danke noch mal für die Hilfe und die leckere Pizza dazu.

Ein Highlight an diesem Wochenend ist auch das letzte Heimspiel des “Glubbs” gegen Leverkusen. Da haben wir noch 2 Tickets dafür bekommen und schaufeln dafür ein paar Stunden in unserem engen Terminplan gerne frei. Ein Dank an Radio Gong :-) .

Bilder!

Und hier kommen die versprochenen Bilder vom Wochenende. Leider ist die Internetverbindung in Hooksiel nicht wirklich schnell, wir sind teilweise froh, wenn wir überhaupt eine Verbindung bekommen…

Die Heimfahrt lief gestern übrigens tatsächlich fantastisch, wir hatten keinerlei Stau, insgesamt wenig Verkehr und waren in gut 6 Stunden daheim.

 

letzter Arbeitstag (vorerst)

Vorerst letzter Arbeitstag, weil wir inzwischen wieder auf dem Weg zurück nach Nürnberg sind. Und der nächste Arbeitstag am Boot kommt erst wieder in ein paar Tagen. Und es ist noch Arbeit übrig ;-) Aber erstmal zu heute.

Heute sind wir mal nicht ganz so spät aufgestanden, wir hatten noch etliches zu tun und wollten nicht erst abends loskommen. Auf der Liste stand zuerst unser Radom, die Radar-Antenne. Da uns bei ebay ein defektes als funktionierend verkauft wurde, mussten wir es wieder abbauen und werden es zur Reparatur einschicken. Wir hoffen mal, dass es noch zu retten ist und dass sich das auch finanziell lohnt. Wir werden berichten!

Dann haben wir noch einen der größeren Punkte auf der Liste erledigt. Zumindest den schwierigen Teil davon: wir haben Susi, unsere Windsteueranlage befestigt. Da wir Kassiopeia gestern ja schon umgedreht hatten, konnten wir relativ bequem vom Steg aus auf die Badeplattform steigen, ans Heck halten, anzeichnen und in den gebohrten Löchern festschrauben. Klingt alles sehr einfach, war aber doch ein ziemlicher Akt. Danke für´s Halten, Sven! Und danke an alle, die Hafenkino genießen durften und das ohne dumme Kommentare getan haben ;-) Jetzt müssen wir die Neigung noch richtig einstellen, aber das geht so festgeschraubt relativ einfach. Ja, und natürlich fehlt noch der Anschluss an die Pinne. Wir sind damit also noch lange nicht ganz fertig, die berühmten Kleinigkeiten fehlen eben ;-)

Die Heimfahrt ist heute wieder sehr besonders: eigentlich dachten wir, dass nach dem langen Wochenende alle Autobahnen voll sind, aber so leer wie heute war es schon lang nicht mehr! Hoffen wir, dass es so bleibt!

Endlich im Mast

Heute hat endlich alles gepasst, um in den Mast zu gehen. Leider haben wir nicht alles so geschafft, wie wir wollten, aber das ist wohl irgendwie normal, wenn man an einem Boot bastelt. ;-)

Nachdem wir ein Windex (mechanischer Windanzeiger) an unserer UKW-Antenne anbauen wollten, haben wir zuerst die UKW-Antenne runter genommen. Ja, und dann wollten wir eigentlich die Platte abmontieren, auf der der alte Windgeber montiert war. Aber die haben wir so gut befestigt, dass sie sich um keinen Millimeter bewegt hat. Leider hat nämlich die Befestigung für den neuen Geber andere Montagelöcher wie der alte und am Masttop mit der Bohrmaschine hantieren halten wir jetzt für nicht so prickelnd. Also brauchen wir eine neue Platte, die wir in die Montagelöcher der alten reinschrauben werden. Somit wird das erst beim nächsten mal was :-(

Außerdem müssen wir mit dem Windex umplanen. Wir werden es wohl doch nicht an der Antenne montieren, müssen aber dafür Platz für die UKW und dann auch für die AIS-Antenne schaffen. Und das alles außerhalb des Drehkreises des Windex. Zumindest hat Michl inzwischen an das neue Antennenkabel, das wir einziehen wollen, schon den Stecker angelötet. Wir müssen das Kabel beim nächsten mal also nur noch durchziehen (zusammen mit dem für die AIS-Antenne und dem für den neuen Windgeber).

Was genial war, war der Rundumblick von oben. Ich haben ihn nur auf Bild und Film genossen, Michl war oben und hat neben der Arbeit noch die Aufnahmen gemacht.

Abends haben wir mit tatkräftiger Unterstützung der Nachbarschaft Kassiopeia in der Box gedreht. Wir wollten endlich unsere Windfahne Susi anbringen. Auch das haben wir leider heute nicht mehr komplett geschafft, aber zumindest haben wir rausgefunden, dass die Badeplattform bleiben kann! Und wir haben eine Schablone gemacht, dass wir morgen die Löcher bohren können und dann hoffentlich noch montieren können. Was leider dran glauben muss, ist unsere Badeleiter, da brauchen wir eine andere Konstruktion. Hochklappen geht nicht mehr, das kollidiert dann doch mit Susi.

Eine Kleinigkeit haben wir noch besorgt: ein Verlängerungskabel für unsere Radio-Antenne. Der Haken daran: wir müssen sie noch verlegen ;-) Allerdings wissen wir schon, wo sie hinkommt! VIELLEICHT schaffen wir das ja morgen noch.

Nebenbei hat uns Jan noch geholfen, etwas auszumessen: wir benötigen eine neue Vorschot und wussten die Länge der alten noch nicht. Außerdem war noch eine Leine zu messen.

Den Abend lassen wir heute gemütlich bei einem Canasta in unserem Cockpit mit Jan ausklingen. Ist einfach gemütlich mit so einem Tisch :-)

Weitere Aktionen an Bord

Das Wetter kam uns nochmal entgegen, es hat zwar nicht mehr geregnet, aber so richtig freundlich und warm ist doch was anderes.

  • wir haben das erste Instrument eingestellt. Unser Tiefenmesser weiß jetzt, wie weit er vom Kiel entfernt ist und kann uns somit anzeigen, wieviel Wasser noch unterm Kiel ist. Dabei haben wir herausgefunden, dass unsere Nexus-Instrumente auch die Wasser-Temperatur anzeigen. Zur Zeit 11°, also nicht zum Baden geeignet.
  • dann haben wir mal wieder das ganze Boot umgeräumt und die Heckkabine geleert. Also Polster in Bugkabine, Segel in Backskiste und Salon und den Rest ins Cockpit. Sinn des ganzen war, dass Platz zum Verlegen der Erdung für unser Kurzwellenfunkgerät war. Wir haben uns für Alufolie entschieden. Diese ist inzwischen mit Sprühkleber auf den Boden der Kabine tapeziert. Die einzelnen Streifen wurden mit Kupferbändern überbrückt. Bilder liefern wir nach, die Internetverbindung ist hier sehr “gemütlich”.
  • Abends war dann auch endlich der Wind weg, so dass wir unser Großsegel anschlagen konnten. Wir sind wieder ein Segelboot! Diesmal haben wir das für uns neue Großsegel genommen, das alte nehmen wir als Reserve mit. Wir müssen noch die Reffs einziehen, aber da wollten wir diesmal die Leinen in der richtigen Länge vorbereiten. Bisher hatten wir da ein wenig viel Chaos.
  • in dem Zusammenhang haben wir auch unsere Lazy-Bags wieder festgemacht – und vor allem geputzt! Hat doch gewisse Nachteile mit einer weißen Persenning, man sieht wirklich viel Dreck. Aber jetzt blitzen sie wieder!

Abends waren wir noch zu einem Canasta-Abend auf der Toccata, war wieder ein sehr schöner Abend :-)