gut angekommen

Die letzten Tage waren ein wenig hektisch. Irgendwie kriegen wir das immer wieder hin, dass sich am Ende alles ballt. Aber wir sind dann doch losgekommen. Mit insgesamt vier großen und vier kleineren Gepäckstücken haben uns am Sonntag Laura und Bill (sie standen mit ihrer SY Rivah Music im Frühling neben Kassiopeia) abgeholt, wir haben noch einen unterhaltsamen Abend bei ihnen in Richmond verlebt und Montag früh brachte Bill uns inkl. Gepäck zum Flughafen. Alle Flüge waren pünktlich und wir sind Dienstag mittag vollständig in München angekommen. Unsere Sachen haben wir schon grob verstaut, die Wohnungssuche ist intensiviert und wir gewöhnen uns an so ungewohnte Dinge wie ein Bad nur wenige Schritte entfernt, eine Küche, in der wir uns beide gleichzeitig bewegen können und unsere Fahrräder stehen auch gleich um die Ecke.

Einer der wichtigsten Punkte, der vor Abfahrt zu erledigen war, war die Übergabe des Autos. Anna, eine sehr reizende und interessante Dame mit bewegter Lebensgeschichte, die es nach Deltaville verschlagen hat, suchte einen Van – und hat sich für unseren entschieden. Wir wünschen uns und ihr von Herzen, dass sie ohne Probleme ganz viel und weit fahren kann! 

Tja, und wie geht es jetzt weiter? Wir werden uns erstmal hier einleben, Familie und Freunde genießen und dann sehen wir weiter. Kassiopeia wartet sicher jetzt schon auf uns!

Halbzeit in Deutschland

kamerasJetzt bin ich schon eine Woche hier und irgendwie ist die Zeit im Flug vergangen. Familie, Freunde – ich freu mich sehr darüber, alle mal wieder zu sehen. Leider kann ich die Freude mit Michl nur aus der Ferne teilen, zumindest über skype und mit Bildern halte ich ihn ständig auf dem Laufenden. Das mit den Bildern ist inzwischen wieder einfacher, wir haben nämlich zwei neue Kameras. Dank einem unwiderstehlichen Angebot und beeindruckend vieler Spenden konnten wir uns mit eigener Zuzahlung eine gebrauchte Sony Spiegelreflex mit Objektiv und eine wasserdichte kompakte Lumix leisten. Vielen, vielen Dank nochmal an alle Spender!!

nuernbergIch bin somit fleißig am Knipsen, Michl wollte von allen Leckereien, die ich genieße, ein Bild (ich finde ja, das grenzt an Folter, aber er besteht darauf ;-)). Somit schicke ich Brezen, Gänse, Klöße, Enten, Pfefferkarpfen, Holzofenbrot, Wienerle, Mohnkuchen, Bier und ähnliches virtuell nach Brasilien. Aber natürlich bekommt er auch Familie und Freunde, Christkindlesmarkt und das graue Wetter zu sehen. 😉

Danke!

Unser Heimaturlaub neigt sich dem Ende, die zwei Wochen hier sind rasend schnell vergangen. Wir hatten so viele Termine wie im ganzen letzten Jahr nicht, aber wir haben jeden einzelnen genossen. Vielen Dank an alle, die sich für uns Zeit genommen oder uns eingeladen haben. Es war toll, euch alle mal wieder gesehen zu haben!

Und das waren: meine Eltern, Stefan, Anja, Caro, Rainer, Michls Eltern, Claudia, Bianca, Thomas, Heike, Elke, Olli, Christina, Ralf, Fred, Wolfgang, Anna, Rosi, Moni, Maria, Christl, Marcus, Günther, Lucky, Eva, Max, Erich, Irmi, Carmen, Kurt, Hary, Steffi, Markus, Ute, Stefan, Guido, Martin, Giovanna, Hanne, Flora, Alexander, Gisela, Thomas, Doris, Tanja, Dina, Dieter, Martina, Hans, Kerstin, Dietrich, Christian, Andy, Caro, Reiner, Elke, Sipple, Hed, Klaus, June, Micha, Gabriele und Roland. Wir hoffen, wir haben niemanden vergessen!

Morgen steht für uns der Rückflug an, dann werden wir auch wieder regelmäßiger schreiben. Es war einfach nicht die Zeit dazu. Auch wenn die Tage hier sehr schön waren, freuen wir uns doch wieder auf Kassiopeia. Unsere Zeit verbracht haben wir unter anderem mit Folgendem: 🙂

Neulich in Oberfranken

Michl mit Wolfgang - von ihm ging die Initiative aus

Michl mit Wolfgang – von ihm ging die Initiative aus

die fast komplette Runde

die fast komplette Runde

Als wir letztes Jahr losgefahren sind, hat sich in Forchheim ein kleines aber feines Grüppchen gefunden, das seitdem regelmäßig zusammen sitzt und die neuesten Infos über uns austauscht. Unser Fanclub. Wir waren anfangs völlig baff, als wir davon erfahren haben, haben uns natürlich auch sehr darüber gefreut (das tun wir auch immer noch)!! Als wir nun verkündet haben, dass wir Heimaturlaub machen, kam auch sofort die Einladung. Und wir wären ja doof, wenn wir uns so eine Einladung entgehen lassen würden!

extrem leckeres, griechisches Essen

extrem leckeres, griechisches Essen

Vielen, vielen Dank nochmal für den sehr schönen Abend! Wir haben es wirklich genossen und uns sehr gefreut, euch kennengelernt zu haben. Und es ist klasse, dass wir jetzt endlich wissen, wer da so alles regelmäßig zusammensitzt 🙂 Ein ganz besonderes Danke übrigens an Maria, die grandios gekocht hat!

Ansonsten haben wir schon ein wenig Nürnberg genossen, die besten Brezen gegessen oder auch Coburger Bratwürste geschlemmt (Danke an Thomas und Heike). Das Ganze bei schönen Sommerwetter und lauen Abenden. Wir sind sehr glücklich, dass mit uns der Sommer eingezogen ist 🙂

Familienbesuche

Die ersten Tage in Deutschland haben wir hinter uns. Und wir haben hauptsächlich erstmal Familie besucht. Das neueste Familienmitglied ist Sara, unser Enkelkind, und die war natürlich erstmal die Hauptperson. Und zwar eine sehr süße und brave. Wir wünschen ihr, dass sie und ihre Eltern weiterhin so entspannt und gesund bleiben. Und uns wünschen wir, dass wir uns bald an den Status „Oma“ und „Opa“ gewöhnen 😉 Aber bisher gefällt er uns schon ganz gut!

Als „Einschub“ zu einem Besuch bei Michls Eltern und Schwester Claudia, danke für das leckere Essen, waren wir noch kurz für einen Kaffee bei Bianca, einer ehemaligen Nachbarin. Manchmal ist es so, dass man sich lange nicht gesehen hat (Michl) oder noch nie (Claudi), sich aber trotzdem spontan gut versteht und unterhält. Und genauso war es. Danke 🙂

zurück in Franken

Irgendwie kommt es uns gerade alles recht unwirklich vor. Für die Strecke, die wir jetzt gemütlich und größtenteils in aller Ruhe in knapp einem Jahr mit Kassiopeia zurückgelegt haben, haben wir heute mit dem Flieger gut vier Stunden gebraucht. Und es wirkt alles auch nicht wirklich fremd, so als ob wir gar nicht lange weg gewesen wären. Danke für´s Abholen an meinen Vater!!

UmzugAnsonsten haben wir gestern noch den Liegeplatz gewechselt, Kassiopeia liegt jetzt mitten drin. In Las Palmas gibt es keine Fingerstege, so dass wir zum ersten Mal mit einer Mooringleine am Heck festgemacht haben. Was aber auch kein Problem war. Wir haben uns in die Lücke gequetscht, vorne festgemacht, die am Steg befestigte Mooringleine aus dem Wasser gezogen und am Heck festgemacht. Noch eine zusätzliche Leine an die Mittelklampe und schon lagen wir sicher und ruhig vertäut.

Gestern und heute haben wir noch so alles, was wir denken, nicht mehr zu brauchen, zusammengesammelt und in die Rucksäcke verpackt. Zumindest auf dem Weg nach Deutschland waren wir mit dem Gepäck noch ein deutliches Stück vom zulässigen Höchstgewicht entfernt, mal sehen, wie das in zwei Wochen auf dem Rückweg wird 😉

Abenteuerlicher Tag – Vlieland

Donnerstag, 26.7.

Der Tag hat wunderbar begonnen. Um etwa 5 Uhr mit Hochwasser sind wir losgekommen, der Plan war, abends mit auflaufendem Wasser in Vlieland einzulaufen. Der ist auch grundsätzlich so aufgegangen, nur kam irgendwie doch etliches anders als geplant. Anfangs war es ein sehr schöner Segeltag! Wir haben Großsegel und Genua gesetzt und konnten auch schon durch das Fahrwasser bei Borkum raussegeln. Und mit der Segelfäche haben wir auch richtig Tempo gemacht – über 7kn über Grund! Leider können wir nicht sagen, wieviel Fahrt durch´s Wasser wir gemacht haben, nach ca. 16sm hat unsere Logge den Dienst quittiert. Da wird sich wohl was festgewachsen haben.

So wunderbar wie am Anfang lief es leider nicht den ganzen Tag. Die See wurde unruhiger, es kam eine unruhige Kreuzsee mit bis zu 2m-Wellen auf. Das hat die ganze Sache langsam ungemütlich gemacht. Dazu kam, dass auf unserem Kurs die meisten Wellen von der Seite kamen. Wir hoffen mal, dass die nächsten 5 Jahre nicht so aussehen 😉

Dann später mussten wir den Kurs ändern und eine Halse fahren. Das haben wir auch gemacht, haben dabei allerdings bemerkt, dass das Großsegel auf der Höhe eines Reffs eingerisssen ist. Also haben wir das geborgen und sind nur mit Genua weitergefahren. Glücklicherweise haben wir erst letzte Woche noch Klebeflicken vom Segelmacher besorgt. Der meinte, das hält wie verschweißt und geht nie mehr ab. Na hoffen wir mal, dass das stimmt, morgen wird repariert. Weiter ging es nur noch mit Vorsegel. Das ging zwar immer noch recht flott (4-6kn), nur leider noch weniger stabil wie vorher, das Geschaukel wurde mehr.

Die Einfahrt nach Vlieland war etwas anstrengend durch recht viel Wind und Strömung. Und das Geschaukel wurde noch mehr, wir hatten Wind von vorne, mussten also auch die Genua bergen. Da der Hafen von Vlieland voll war, wir somit also nicht mehr einfahren durften, haben wir uns kurzentschlossen zu unserer ersten Anker-Nacht mit Kassiopeia begeben. Mal sehn, wie das wird. Wir machen das ja gleich mit Anspruch: im Tidengewässer mit 5Bft Wind. Nachts um 3 dreht die Tide, da werden wir spätestens mal rausschaun. Wenn wir überhaupt ruhig schlafen können, bei der Premiere 😉 Ach ja, und zur Belohnung dafür, dass der Motor der Winsch immer noch nicht endgültig angeschlossen ist, dürfen wir (mal sehn, wen es trifft) dann morgen die Kette mit der Hand hochziehen.

Wie es weter geht, wissen wir noch nicht, mal sehn, was der Wetterbericht so sagt. Eigentlich hatten wir etwas kürzere Tagestrips über die Nordsee geplant, aber je nach Wind wird es vielleicht doch ein Trip durch´s Ijsselmeer. Ach ja, und eine Sorge wird immer weniger: gestern hat Michl nochmal den Dieselfilter gereinigt und trotz Geschaukel ist der Motor astrein und völlig problemlos gelaufen!

zurückgelegte Strecke: ca. 72sm, gesamt 149sm

erste Etappe – Hooksiel bis Borkum

Wir haben es tatsächlich geschafft, früh um kurz vor vier den Wecker zu stellen und auch davon aufzuwachen. Allerdings haben wir ehrlicherweise die Nacht zuvor nicht soooo viel geschlafen. Um ein Uhr nachts war so ein Schwell, dass wir davon aufgewacht sind und dann beide nur noch so vor uns hingedämmert haben bis die Wecker geklingelt haben. Die Stimmung zum Aufstehen war richtig schön, es wurde langsam hell, das Licht war klasse. Nachdem wir abends schon alles soweit fertig gemacht hatten, konnten wir nach einem Morgen-Espresso recht schnell ablegen.

Es ging auch richtig gut los! Mit Genua und Großsegel haben wir trotz wenig Wind, allerdings mit Strömung, bis zu 8kn Fahrt über Grund geschafft. Leider hat das nicht recht lang angehalten und wir mussten den Motor dazu nehmen. Und den haben wir dann bis Borkum nicht mehr ausgemacht. Zwischendurch hatten wir zur Unterstützung zwar noch die Genua oben, aber so richtig viel hat das nicht gebracht. Es war einfach zuwenig Wind. Die Nordsee hatte eher Ententeich-Charakter, Wellenhöhe maximal 0,5m. Die Oberfläche hat irgendwie so gewirkt, wie das Folienwasser bei der Augsburger Puppenkiste. Und nein, eigentlich wollen wir uns nicht über den fehlenden Wind beschweren, das Wetter so ist uns lieber, wie wenn es stürmen würde. Aber zum perfekten Start hätten etwa 2 Windstärken gefehlt 😉

Die Fahrt verlief recht unspektakulär. Leider waren wir so spät dran, dass wir im Dunkeln anlegen mussten, und zwar im Burkana-Hafen auf Borkum. Aber damit haben wir auch das erste Nacht-Anlegen gut hinter uns gebracht. Der Sonnenuntergang zuvor war spektakulär, wir mussten uns allerdings so auf die Hafeneinfahrt konzentrieren, dass wir beide keinen Gedanken an den Foto hatten. Wird ja wohl nicht der letzte auf See gewesen sein 😉

Heute bleiben wir auf Borkum, tanken nochmal voll und planen die nächsten Etappen. Morgen früh geht es, wieder mit Hochwasser, weiter in Richtung Niederlande. Ein endgültiges Ziel haben wir noch nicht festgelegt, das kommt heute.

Letzter Tag in Hooksiel

Heute war es dann soweit, der wirklich letzte Tag in Hooksiel. Wir wollten heute noch so „Kleinigkeiten“ wie das Anschließen der el. Ankerwinsch, 12 V Steckdose im Cockpit, um unseren 100W Suchscheinwerfer Strom geben zu können. Hat alles nicht so geklappt. Bei der Ankewinsch hat es gebizzelt, bei der Steckdose fehlt uns 6qmm Kabel. Das war auf die schnelle nicht mehr zu bekommen. Also haben wir das auf unterwegs verschoben.
Nochmals Wasser gebunkert, frische Sachen wir Milch, Obst usw. besorgt. Noch eine herzliche Verabschiedung von Grete, Christina und Christian am Steg und los ging es zur Schleuse. Claudi ging noch zum Schleusenwärter hoch um unseren Schlüssel und die Stegkarte abzugeben.
Im Vorhafen machten wir dann an einem Baggerschiff fest. Beim Übersteigen aufs Baggerschiff um an Land zu kommen, fiel mir dummerweise mein Handy über Bord. Schöner Mist, ich hatte da natürlich jede Menge Nummern drinnen, die ich sonst nirgends gespeichet habe. Ich bin also nicht mehr erreichbar… BlubbBlubb.
Der Abend verging dann noch mit den Vorbereitungen für die frühe Abfahrt.

Kleinzeug und weitere Abschiede

Heute gönnen wir uns einen gemütlichen vor-uns-hin-arbeite-Tag. Früh stand allerdings noch der nächste Abschied an, meine Eltern sind mit Eva und Max aufgebrochen. Schön, dass sie noch einmal bei uns vorbeigeschaut haben!

Eine kurze Funkrunde hatte Michl heute auch schon: wir wurden bestens empfangen, leider haben wir nur schlecht gehört. Dies liegt aber wohl daran, dass hier zu viele Masten sind, die das Signal ablenken. Wenn wir draußen sind, machen wir den nächsten Test. Wir gehen davon aus, dass daran das Mail Senden über Pactor noch scheitert.

Vorhin war Michl im Wasser (es ist a-kalt), um unsere Logge wieder freizubekommen. Sie hat sich festgesetzt und wir können so keine Geschwindigkeit durch´s Wasser messen. Und ja, wir wissen, wir können die Logge auch von innen ziehen, aber wir wollten eh mal sehen, wie unser Unterwasserschiff aussieht.

Was wir gestern vergessen haben: dank unserer Väter haben wir einen vollen Tank, Danke für das Reinigen des Lüftungsrohrs, Papa!

Den Tag heute haben wir auch zum Wäsche waschen genutzt, so bleibt uns das die erste Zeit auch erspart. Den heutigen Abend werden wir gemütlich an Bord verbringen, morgen noch die restlichen Punkte erledigen und uns dann abends in den Vorhafen legen und Dienstag früh etwa 4:40 Uhr mit dem Hochwasser starten.

Wir wissen noch nicht, wie das die nächste Zeit mit Aktualisieren klappt, die Berichte werden wir notfalls nachreichen!

Feier und Abschied

Um es gleich vorweg zu nehmen: wir haben unsere Abfahrt verschoben. Durch die ungeplante 3-tägige Dieseltankreinigung sind wir im Zeitplan etwas zurückgeschmissen worden. Und wir wollten nicht gestresst und in Hektik aufbrechen. Ist aber alles kein Problem und nichts dramatisches, wir werden abfahren! Vielen, vielen Dank für die vielen guten Wünsche, lieben Mails und aufmunternden Nachrichten, die uns erreicht haben! Wir werden das dann einfach zur Abfahrt mitnehmen!

Aber nun zu den letzten beiden Tagen. Gestern war das Wetter erstmal alles, nur nicht freundlich… Früh waren noch Gewitter, abends sollte im Alten Hafen in Hooksiel eine Abschiedsfeier sein. Die hat dann auch stattgefunden, Petrus hat sich im Lauf des Tages erbarmt. Und es war eine SEHR schöne Feier! Viele Gäste waren da, viele aus Nürnberg und auch etliche von hier, die wir in den letzten eineinhalb Jahren kennenlernen durften. Sogar die Presse war da, im Jeverschen Wochenblatt erscheint nächste Woche ein Artikel über uns! Ein ganz riesengroßes Danke für die Vorbereitungen (wir hatten damit nichts zu tun!) an Sabine, Bernd, Grete, Sven, Christian, und alle, die wir vergessen haben. Sabine, Bernd: die Idee mit dem Alten Hafen war genial!

Vormittags hatten wir noch ein wenig weitergearbeitet:

  • ich war noch einmal in der Wilhelm-Werft und habe bestellte Ersatzfilter und Motorenöl  abgeholt. Außerdem wurden die Spibaum-Beschläge montiert.
  • ein T-Stück für unsere Handbilgepumpe habe ich auch bekommen.
  • Michl hat das Gestell für unsere Kuchenbude festgeschraubt. Der hintere Bügel war noch lose in der Halterung gesteckt.
  • eine Relingstütze musste auch noch befestigt werden.
  • nebenbei haben wir weiter radikal aufgeräumt. Im Salon hatte sich sehr viel Zeug angesammelt, das verstaut werden musste.

Heute

Heute war ja dann eigentlich Abfahrt angesagt. Gestern hatten wir aber schon überlegt, ob wir nicht vielleicht doch verschieben, vormittags haben wir das dann auch so entschieden. Ein paar wichtige Details sind noch nicht fertig (der Anschluss der Handbilgepumpe z.B.) und das wollten wir nicht erst unterwegs machen. Außerdem kamen wir bisher nicht wirklich zur genaueren Routenplanung, und das ist ja auch nicht ganz unwichtig! Der Plan ist jetzt, morgen oder übermorgen mit der letzten Schleuse in den Vorhafen zu gehen und dann am nächsten Tag früh mit Hochwasser abzulegen. Und das ganz entspannt.

Da aber die Sonderschleusung schon organisiert war, wollten wir natürlich auch ablegen und rausfahren. Bei uns war jetzt auch Platz, wir kamen ja wieder zurück, und somit hatten alle für einen kurzen Ausflug einen Platz auf einem Boot gefunden. Die Flotte bestand aus Gioia, Max, Cosmar und natürlich unserer Kassiopeia. Wir haben eine kurze Runde um die grüne Tonne gedreht und anschließend für ein Fischbrötchen im Vorhafen festgemacht. Wir denken, das war für alle ein sehr schöner Ausflug!

Tja, und im Vorhafen und auch danach am Steg standen natürlich auch die ersten Abschiede an. Ist nicht ganz einfach… Aber das gehört eben dazu. Und es ist ja auch irgendwie schön, Familie und Freunde zu haben, die man vermissen wird und die uns vermissen werden!

Ein Vorteil, dass wir nicht heute abgelegt haben, ist, dass wir nicht von allen auf einen Schlag Abschied nehmen mussten, sondern das Stück für Stück machen können. So konnten wir heute noch einen gemütlichen Grillabend mit Sabine, Bernd, Kilian, Florian und Max genießen.

Endlich Strom! und aufräumen…

Gestern

Gestern war es einfach zu spät, um noch zu schreiben, der Tag war sehr lang und anstrengend. Und eigentlich hatten wir nur ein Thema: endlich unsere Stromversorgung mit den neuen Batterien anschließen! Die Presse inklusive Kabelschuhe haben wir früh gleich geholt und los ging es. Einerseits ist es ja gut, dass wir die Geräte alle direkt nebeneinander angebracht haben, andrerseits macht es das auch schwierig, mit den 35qmm, schwer zu biegenden Kabeln kurze Strecken von A nach B zu verbinden. Außerdem waren noch etliche Knotenpunkte, an denen verschiedene Kabel gesammelt werden, nötig. Und das ist jetzt alles hinter der Lehne im Salon. So entstehen Designstudien 😉

Es war ein ziemlicher Akt, alle Kabel unterzubringen und auch die Starterbatterie, die unter dem Navisitz ist, mit Kabeln zu versorgen. Kurz bevor wir dachten, wir sind fertig, fiel uns auf, dass die Starterbatterie zwar geladen wird, von ihr aber kein Strom abgezogen wird. Vom Motor ging auch nur ein Kabel weg. Das fanden wir etwas merkwürdig, weil ja bisher die Lichtmaschine durchaus geladen hat und auch der Anlasser irgendwo seinen Strom her beziehen musste. Des Rätsels Lösung war, dass bisher das Kabel von der Lichtmaschine aus über den Anlasser in die Batterie zum Laden ging. Also mussten wir da auch neue Kabel reinziehen, Anlasser und Lichtmaschine landen jetzt an anderen Anschlüssen.

Irgendwann nachts waren wir dann soweit, auch die Batterien endlich mit anzuschließen. Und plötzlich war da wieder Strom 🙂 dachten wir zumindest auf den ersten Blick. Wir haben ein Sterling-Relais, das dafür sorgt, dass die Batterien nicht tiefenentladen werden. Und das hat es sehr gründlich gemacht! Es kam nämlich kein Strom raus, und zwar gar keiner! Auch das Einschalten des 220V-Ladegerätes und somit füttern der Batterien hat nichts gebracht. Da wir aber endlich ins Bett wollten und es schon 2 Uhr durch war, haben wir das Relais kurzentschlossen umgangen. Heute früh haben wir dann mithilfe eines Technikers rausgefunden, dass es wohl defekt ist. Wir kriegen somit ein neues. Hoffentlich kommt es noch rechtzeitig, sonst muss es uns hinterhergeschickt werden.

Heute

Heute war dann leider auch nicht an Ausschlafen zu denken: die Kabelpresse musste wieder zurückgebracht werden, außerdem haben wir immer noch eine langen ToDo-Liste bis Samstag zu erledigen. Und heute waren wir auch wirklich produktiv:

  • beim Segelmacher habe ich Flicken für unsere Segel mitgebracht. Das Großsegel ist inzwischen repariert. Leider konnten wir es aufgrund des Sturms heute nicht zusammenlegen.
  • die Halterung der Gasflaschen im Ankerkasten hat Michl verstärkt. An der dünnsten Stelle hätte sie nicht mehr so sehr lang gehalten.
  • wir haben jetzt zwei passende Matratzenschoner für unser Bett. Ich habe mich da für die Quick&Dirty-Lösung entschieden: die bestehenden abschneiden und mit Zickzack-Stich gegen ausfädeln schützen.
  • nebenbei haben wir unseren Wassertank gereinigt, nachgespült und für die Fahrt gefüllt.
  • den Motor haben wir (mal wieder) entlüftet und auch getestet, ob das mit dem Ladebooster so funktioniert, wie es soll. Und das tut es! Die Lichtmaschine lädt und der Strom wird über ein Relais gleichmäßig verteilt.
  • und ganz grundsätzlich haben wir heute aufgeräumt! Etliches hatte noch keinen festen Stauplatz, etliches war nur schlicht und ergreifend noch nicht dort, wo es hingehört. Nebenbei haben wir wieder einiges entsorgt. Es ist für uns immer wieder beeindruckend, wie viel sich auf so kleinem Raum ansammelt, was man wieder aussortieren kann.
  • und sicherlich, hab ich das ein oder andere vergessen…

doch kein Strom

Heute wollten wir eigentlich endlich unsere Batterien anschließen. Das ist dann aber an einer eigentlichen Kleinigkeit gescheitert: wir haben nicht genügend Kabelschuhe, um an alle Sicherungen und Geräte anzuschließen… Tja, schlecht geplant. Morgen früh können wir uns bei einem Elektro-Laden dann aber genügend Kabelschuhe inklusive Presse abholen, dann wird alles sauber bearbeitet. Zumindest haben wir jetzt schon einen Plan, wie wir verkabeln müssen!

  • früh waren wir noch kurz bei der Werft, Schlüssel abgeben und Idee zum Befestigen der Solar-Paneele abholen. Mal sehn, ob wir das noch umsetzen können.
  • zum Thema Sicherheit haben wir unsere Safety-Line an Deck befestigt. Jetzt können wir uns also auch einpicken, wenn wir unterwegs auf´s Vorschiff müssen.
  • unsere Ersatzanker haben wir gut in der Bugkabine verstaut. Wir hoffen, dadurch auch eine etwas bessere Gewichtsverteilung zu bekommen. Seit wir unsere Vorräte eingeräumt haben, haben wir etwas Schlagseite… 😉
  • das Relais für die Ankerwinde haben wir kontrolliert und alle Kabel überprüft. Jetzt wissen wir auch, welches wir wo anschließen müssen.
  • eigentlich wollten wir unser zweites Großsegel noch in der Bugkabine verstauen, aber beim Räumen aus der Backskiste haben wir ein kleines Loch entdeckt, das müssen wir morgen erst noch flicken.

Und da es schon recht spät ist, gehen wir jetzt ins Bett! Gute Nacht!

Amateurfunk und Mitschnitt

Das Wichtigste zuerst: wer letzten Freitag nicht live mitgehört hat und Interesse hat, die Mitschnitte von unserem Besuch bei Radio Gong sind jetzt verfügbar! Und zwar hier.

Heute war in erster Linie Amateurfunk angesagt. Uwe und Dieter kamen vorbei, um alles zu messen und ggf. einzustellen. Die Antennenabstimmung passt hervorragend, die Stehwelle ist gut, nur ist zur Zeit durch atmosphärische Störungen (Sonnensturm) keine ausreichende Verbindung möglich. Abends haben wir mit Dieter in Wilhelmshaven eine sehr gute Verbindung bekommen, mit der Saphira in Würzburg war leider nichts möglich. Aber wir werden das morgen oder übermorgen nochmal probieren.

Nachmittags hat Michl das Kabel für die neue NAVTEX-Antenne komplett verlegt, seitdem strömen die Nachrichten und Wettermeldungen nur so herein. Macht doch einen Unterschied, wenn man eine funktionierende Antenne hat und auch noch alle Verbindungen sauber sind!

Nebenbei saß ich am Rechner und habe unser zweites Netbook installiert. Leider ist da nicht alles soo richtig gut gegangen, ich habe die USB-seriell-Schnittstelle irgendwie nicht hinbekommen. Aber da kriegen wir ja vielleicht am Freitag noch Hilfe, gell Bruderherz? 😉

Motortest und Radar

Gestern hatten wir schon alles soweit fertig gemacht, dass wir zum Ablegen nicht mehr viel Aufwand hatten. Also haben wir uns noch ein kurzes Frühstück gegönnt, nochmal mit der Schleuse gefunkt, ob denn auch wirklich um 9Uhr geschleust wird (es wurde) und den Wetterbericht gehört. Die Windrichtung war wieder nicht so wirklich ideal, aber dafür nicht mehr so stark wie letzte Woche.

Ablegen hat gut geklappt, wir mussten uns nur von der Länge etwas umstellen, der neue Bugspriet steht ja doch ein wenig mehr vorne raus 😉 Auch die Schleuse – völlig problemlos! Inzwischen hatten wir uns dazu entschieden, nicht zu segeln, sondern lieber unseren Motor, bzw. die Dieselzufuhr einem Langtest zu unterziehen. Und er lief wirklich gut! Allerdings nicht perfekt, wir hatten trotz der Tankreinigungsaktion wieder zwei Aussetzer. Das wird wohl noch der letzte Rest Schmodder aus der hintersten Kammer gewesen sein. Der Plan dazu ist dann jetzt: volltanken, nochmal Grotamar dazu und neuen Separ-Filtereinsatz rein.

Nachdem wir in Hooksiel so gerade noch in die 11Uhr-Schleuse gekommen sind, konnten wir nachmittags noch richtig was arbeiten.

  • wir haben unser Radar installiert. Und es läuft 🙂 Bevor wir das Antennenkabel endgültig verlegt haben, hatten wir noch getestet, ob alles läuft, und das tat es auch nach der abgeschlossenen Installation noch. Jetzt müssen wir noch üben,wie wir das ablesen.
  • nachdem wir sowieso am Geräteträger gebastelt und Antennenkabel gefummelt haben, haben wir gleich noch die neue Navtex-Antenne festgeschraubt und Kabel durchs Deck gezogen.

Irgendwie haben wir während des Bastelns und Räumens das Essen vergessen… Aber glücklicherweise haben wir großartige Stegnachbarn, die an uns denken und uns zum Essen eingeladen haben. Christian, es war extrem lecker!