Cenotes

Gestern haben wir in Tulúm noch unsere Fahrräder ausgenutzt. Nicht sehr weit sind ein paar Cenotes, das sind mit Süßwasser gefüllte Kalksteinlöcher. Das Wasser ist normalerweise glasklar. Wir haben zwei besucht – Cenote Cristal und Cenote Escondida. Beide waren herrlich gelegen, im Gegensatz zur Maya-Ruine war praktisch gar nichts los und wir konnten ein wenig Ruhe und Natur genießen. Was wir an der Umgebung merken, je weiter nördlich wir auf Yucatán kommen, desto trockener wird es. Der Wald ist zwar immer noch dicht, aber lange nicht mehr so saftig und grün wie noch in San Ignacio.

Auf dem Rückweg gab es als Wegzehrung eine Ceviche (inzwischen wohl unser beider Leibspeise) und später sind wir noch ein wenig durch die Geschäfte entlang der Hauptstraße gebummelt. Tulúm ist nett, aber für länger wäre das nicht unser Traumziel. Inzwischen sind wir in Mérida, der Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán. Die erste Fiesta findet gerade noch vor unserem Hostel statt, morgen ist die nächste. Wie es scheint, feiern die Mexikaner gern 🙂 finden wir gut! Mehr von den Fiestas im nächsten Beitrag!

fränkischer Abend in Tulum

Genug von Chetumal, mit dem Bus sind wir weiter nach Tulum gefahren. Da ist es gleich ein deutliches Stück touristischer, es gibt Restaurants en masse, Andenkenläden verschiedener Qualität und viele, viele Menschen. Unser Hostel ist nett, da hatten wir bisher aber auch eigentlich nur in Caye Caulker daneben gelangt. Abends treffen wir uns mit Petra und Bernhard (die hier zweitweise wohnen) zu einem fränkischen Abend – Bernhard und ich haben die gleiche Spanisch-Lehrerin, Luz hat uns auch miteinander vermittelt. Danke an alle für einen schönen, kurzweiligen und leckeren Abend!

Für heute haben wir uns im Hostel Fahrräder gemietet, wenn wir schonmal hier sind, wollten wir natürlich auch die Maya-Ruinen besuchen. Die Fahrt hat sich ein wenig gezogen, die Bewegung tat uns trotzdem gut! Leider waren wir ein wenig spät dran, die ersten Busse waren somit schon da und die ganze Anlage proppenvoll. Die Ruinen liegen malerisch schön am Strand, zu der Zeit, als sie noch bewohnt waren, müssen sie sehr beeindruckend gewesen sein. Wir waren heute nicht so sehr begeistert, sind uns aber nicht sicher, ob das vielleicht hauptsächlich an den Besuchermassen lag. Es waren unzählige Führungen unterwegs und große Gruppen, die dann auch gerne mal Wege verstopft haben. Die Aussicht zu genießen war auch nur bedingt möglich. Trotzdem war es den Besuch wert!

Bevor wir zurück sind, waren wir noch am Strand, so herrlichen feinen, weißen Sand hatten wir bisher noch nirgends! Baden war schlecht, es ist recht windig im Moment, entsprechend sind die Wellen und zudem wird gerade sehr viel Seegras angeschwemmt.

 

PS: Dienstag hat in Chetumal tatsächlich der Faschingsumzug zum vierten Mal stattgefunden. Es kamen aber noch mehr Zuschauer!

ein paar Tage Chetumal

Im Normalfall wären wir nicht auf die Idee gekommen, mehr als eine oder zwei Nächte in Chetumal zu bleiben. Es ist nicht gerade reich an Attraktionen. Aber vielleicht müssen die ja auch nicht immer sein. Dank der Hochsaison und somit ein wenig schwierigerer Zimmersuche haben wir hier die Gelegenheit, in nicht so touristisches Leben einer mexikanischen Grenzstadt zu schnuppern, das ist ja grundsätzlich auch nicht so verkehrt. Bisher erinnert uns Mexiko (das kleine bißchen zumindest, das wir bis jetzt kennen) ein Stück weit an Brasilien. Hätten wir nicht erwartet! Aus den Geschäften kommen laute Musik und Werbebotschaften, auf den Straßen sind etliche kleine Imbisswagen unterwegs. Der Markt ist gemütlich und freundlich, und ganz zwischendurch findet man auch mal einen Supermarkt. Die Preise sind sehr moderat, ein Espresso ist für unter 1€ zu bekommen, eine große Portion Pommes, Chips und Wurst gestern für unter 2€. Und bisher schmeckt auch noch alles lecker!

Gestern und vorgestern abend waren nochmal Faschingsumzüge, faszinierenderweise nochmal mit den gleichen Wagen wie schon am Samstag! Die Straßen sind dennoch voll, es lässt aber die Begeisterung des Publikums und der Teilnehmer tatsächlich so langsam ein wenig nach. Es wird nicht mehr ganz so begeistert getanzt, ein paar unermüdliche sind trotzdem immer wieder dabei. Wir sind gespannt, was heute abend passiert, die Zuschauertribünen stehen noch!

Abschied aus Belize

Diesmal sind wir, zumindest für diese Reise, endgültig aus Belize abgereist. In Orange Walk Town haben wir uns sehr wohl gefühlt. Immer wieder wurden wir auf der Straße oder in Geschäften angesprochen und in Belize willkommen geheißen, alle waren interessiert, wie uns Belize gefällt und natürlich erfreut über unsere Antwort. Wir haben uns ein wenig an Marokko erinnert gefühlt, da war es das letzte Mal, dass wir so oft herzlich im Land begrüßt wurden!

In Orange Walk Town steppt nicht gerade der Bär, also sind wir ganz einfach ein wenig durch die Straßen gelaufen und haben nochmal lecker bei Nina gegessen. Gestern sind wir dann mit dem Bus nach Mexiko gefahren. Der Grenzübergang war wieder einfach, aber da hatten wir bisher noch nirgends Probleme. Die Ausreise aus Belize kostet 40BZ$ (=20US$), die Einreise nach Mexiko 533MXN (~23€), dafür dürfen wir aber 180 Tage bleiben. Bis zu unserem Hostel in Chetumal haben wir uns ein Taxi gegönnt, der Bus war etwas in Zeitnot (ja, es gibt hier Fahrpläne, an die sich möglichst auch gehalten wird) und der wäre auch nicht bis ins Zentrum gefahren.

Gestern war dann auch gleich Karneval angesagt – abends war ein großer Umzug mit etlichen Wagen, vielen Tänzern, lauter Musik und ganz, ganz vielen fröhlichen Menschen in groß und klein. Der Umzug hat fast drei Stunden gedauert, wir haben ihn zwar nicht komplett gesehen, aber zu überhoren war er nunmal nicht 😉

Heute haben wir uns ein wenig Kultur gegönnt. Chetumal liegt ja noch mitten im Maya-Gebiet und so gibt es hier ein Museum über die Kultur der Maya. es ist sehr interessant aufgemacht, mit vielen Ausstellungsstücken und auch Modellen verschiedener Stätten. Auch zu Tikal wurde noch etwas erklärt. Interessant wäre, was sich an den Erläuterungen über die Beziehungen der Stätten untereinander ändert, wenn denn die neuentdeckte Stätte in Petén/Guatemala besser erforscht ist!

Rum in Orange Walk Town

So langsam aber sicher bewegen wir uns in Richtung Mexiko. Einen Stopp wollten wir in Belize jedoch noch einlegen, in Orange Walk Town gibt es die größte Rum-Destillerie des Landes. Wir dachten uns, dass man die doch bestimmt besichtigen kann, und man kann. Gestern schon sind wir in den Laden hier im Ort gegangen, haben ein klitzekleines Tasting gemacht und uns wegen der Führung erkundigt. Im Büro gleich über dem Laden haben wir eine offizielle Besichtigungsgenehmigung für heute 14 Uhr bekommen. Vormittag war uns zu heikel, wir wussten nicht, ob es da Proben gibt… Was wir gleich mit ausgemacht haben, war die Erlaubnis, die archäologische Stätte auf dem Gelände anzusehen – zuvor wussten wir gar nicht, dass es eine gibt.

Nach einem sehr leckeren Mittagessen in einem recht kleinen aber feinen Imbiss einer guatemaltekischen Mamma beim Markt (Ceviche und Hähncheneintopf) haben wir uns ein Taxi gesucht und auf den Weg gemacht. Zuerst haben wir eine ausführliche Erläuterung der Rumproduktion bekommen, und auch, wie sie speziell in der Destillerie Cuello umgesetzt wird. Anschließend hab es eine kleine Führung (sie war wirklich klein, die Produktion ist nicht so sehr riesig) und zum Abschluss haben wir sogar jeder eine große Flasche Rum geschenkt bekommen. Die Führung war übrigens gratis! 

Anschließend sind wir noch ein wenig durch´s Gelände zur Maya Ruine. Die war recht übersichtlich. Jetzt gerade haben wir herausgefunden, dass es wohl die älteste in Belize ist! Allerdings haben wir auch nicht alles davon gesehen, ein offensichtlich größerer Teil ist noch unter Wald verborgen, durch den gerade eine Rinderherde getrieben wurde. Der ganze Nachmittag vom Mittagessen bis zur Ruine war wirklich ein besonderes Erlebnis, mit sehr schönen zwischenmenschlichen Kontakten.

faszinierendes Tikal

Gestern sollte der trockendste Tag der Woche sein, also haben wir uns auf den Weg nach Tikal gemacht. Tikal erstreckt sich über eine Fläche von über 64qkm und ist eine der am besten erforschte Maya-Stätte. Und das, obwohl noch unheimlich viel unter dem wuchernden Regenwald verborgen ist, oder auch von der Natur wieder zurückgeholt wird. 

Wir sind gleich mit dem frühesten Bus gefahren (man muss eine organisierte Tour nehmen, mit öffentlichen Mitteln kommt nicht in den Park), um 4:30Uhr sind wir am Hostel abgeholt worden. Es sind gut 60km von Flores aus, um halb sieben etwa waren wir mit Eintrittsbändsel versehen zu Fuß auf dem Weg zu den Ruinen. Wir dachten, wir bekommen um die Zeit noch etwas vom Sonnenaufgang mit, aber es war einfach noch zu bewölkt. Die Morgenstimmung war trotzdem toll, noch dazu waren wir fast alleine unterwegs. 

Das erste Highlight war die Gran Plaza, der große Platz, auf dem man Tempel I („Großer Jaguar“, eines der Wahrzeichen Guatemalas) und Tempel II sowie Acrópolis Norte und Central zu bestaunen sind. Tempel II kann man über eine Treppenkonstruktion besteigen und erhält schon einen ersten Vorgeschmack auf den Ausblick über Tikal. Weiter sind wir zu den Tempeln III und IV („Zweiköpfige Schlange“). Der letztgenannte ist mit 65m der höchste in der Anlage, auch ihn haben wir bestiegen und sind eine ganze Weile sitzen geblieben. Von oben hat man eine grandiose Aussicht über den Regenwald, wir hatten zur Begleitung noch ein Konzert der ansässigen Brüllaffen. Leider hat es kurz danach zu regnen begonnen, wir haben uns trotzdem noch weitere Bauten angesehen und uns später für den Nachmittagsbus zurück nach Flores gemütlich zum Ausgang begeben.

Insgesamt hatten wir wohl zwischen den völlig verregneten Tagen die letzte Zeit gestern doch „Glück“ mit dem Wetter. Wir hatten ein paar Sonnenstrahlen und während wir auf dem Tempel IV saßen zumindest noch keinen Regen. Auf der Plaza konnten wir das Schattenspiel und die Morgensonne genießen, später dann haben wir ein gutes Gefühl einer mystischen Stimmung mit teilweise überwucherten Ruinen im feuchten Regenwald bekommen. Wir sind von der Größe der Anlage, der unbändigen Natur und der bunten und lauten Tierwelt absolut beeindruckt!

 

Brüllaffenkonzert, aufgenommen auf Tempel IV 

Regenwetter

Dass es diese Woche viel regnen soll, wussten wir schon, aber so viel hätte es dann doch nicht sein müssen. Wenn wir mal vor die Tür gehen, dann nicht so sehr weit und nur unter vorheriger Beobachtung der Wolkenlage. Heute sind wir z.B. seit kurz nach Mittag wieder in der Unterkunft, gestern war es ähnlich. Zumindest regnet es warm… Und wir können trockenen Fußes aufs Klo und uns was zu essen machen, also verbringen wir eben die Tage lesend und im Internet surfend.

Ein wenig was haben wir in den Regenpausen unternommen, ein wenig Füße vertreten muss zwischendurch ja auch mal sein. Wir haben den Markt in Flores besucht und sind dort und hier auf der Insel einfach ein wenig durch die Straßen gebummelt. Einen Tagesausflug irgendwohin zu unternehmen macht aktuell keinen Sinn, es regnet einfach zu viel.

von San Ignacio nach Flores

Belize hat uns mit der Zeit immer besser gefallen. San Ignacio ist ein schöner, gemächlicher Ort von dem aus man etliches unternehmen kann. Hilfreich ist trockenes Wetter, da hatten wir leider kein großes Glück. Die ATM-Höhle fiel sprichwörtlich ins Wasser, das würden wir allerdings gerne noch nachholen. Mal sehen, wie unsere Tour hier weiter verläuft. Gestern war in San Ignacio Markttag, den wollten wir selbstverständlich nicht verpassen. Es war ein buntes Treiben mit allerlei unterschiedlichen Ständen – Obst, Gemüse, Handarbeiten, diverse Souvenirs und auch Essensstände. In kleiner ist der Markt die ganze Woche geöffnet, aber gestern waren schon deutlich mehr und auch andere Händler aus ländlicheren Regionen da. Herrlich, da mal wieder ausführlich drüber zu schlendern mit all den Gerüchen und dem Gewusel.

Die Menschen in Belize waren unheimlich freundlich, man bekommt unterwegs selbst vom Verkehrspolizisten ein fröhliches „Welcome in Paradise“ hinterhergerufen. Es ist ein kleines Volk (ganz Belize hat weniger Einwohner als Nürnberg), das aus einem ziemlichen Mischmasch besteht: Kreolen, Indigenas (hauptsächlich Maya), Garifuna (ehemalige Sklaven vermischt mit Kariben), Mennoniten und ein steigender Anteil an Chinesen. Auch sprachlich geht es recht bunt zu, englisch ist offizielle Landessprache, spanisch wird sehr viel gesprochen, Creole ebenso und an der Küste kommt noch Garifuna dazu. Die meisten Belizer sprechen so von Kindheit an schon zwei, viele auch drei Sprachen.

Heute sind wir dann wieder umgezogen, es ging über die Grenze nach Flores in Guatemala. Genauer gesagt sind wir auf der Isla de Flores, das ist eine kleine Insel im Petén-Itzá-See. Es ist sehr malerisch hier, aber auch recht touristisch. Dennoch aber auch ein Stück günstiger als Belize (obwohl wir uns erst noch an den Wechselkurs gewöhnen müssen. Der war in Belize mit 1US$=2BZ$ recht einfach). Wir hoffen, die nächsten Tage mal weniger Regen zu bekommen und uns dann Tikal ansehen können.

Xunantunich

Das Wetter spielt die letzten Tage nicht so sehr mit, die geplanten Touren mussten wir leider reduzieren. Vorgestern war das Wetter noch passabel, da haben wir die Gelegenheit ergriffen und eine Führung zu medizinischen Pflanzen gemacht. Wir hatten Glück und waren die einzigen Teilnehmer unserer Führung, so konnten wir auch das ein oder andere Blatt probieren. Ein wenig kannten wir noch von unserem Aufenthalt am Amazonas in Ecuador, ein wenig Neues kam auch dazu (wie z.B. dass Termiten nussig schmecken).

Unser Plan für gestern fiel ins Wasser, heute sind wir dann aber nach Xunantunich. Man kommt von San Ignacio aus gut mit dem Bus hin, noch kurz mit der Fähre über den Mopan übersetzen, knapp zwei Kilometer laufen und schon ist man da. Hier in Mittelamerika befinden sich etliche Maya-Ruinen („Steinhaufen“ ;-)) und da wollten wir natürlich nicht an allen vorbei fahren. Die Bedeutung von Xunantunich ist „steinerne Frau“. Die große Pyramide „El Castillo“ hat zwei Friese, die jedoch beide Replika sind. Die Originale sind noch dahinter erhalten.

Es ist eine ganz ruhige Atmosphäre, wenn man auf einem der Plätze steht. Viel dazu beigetragen hat wohl auch, dass nicht so sehr viel los war, aber die Bauten allein so im Wald sind schon beeindruckend. Und faszinierend, dass man selbst die große Pyramide nicht von unten aus sieht, obwohl man knapp dran vorbei geht.

San Ignacio

Und heute sind wir wieder ein Stück weiter gefahren, weg von der Küste in Richtung Grenze zu Guatemala. Gelandet sind wir in San Ignacio. Die Fahrt ging schon um 7 Uhr früh los und trotz zweimal umsteigen waren wir deutlich schneller als gedacht, kurz vor 11 Uhr vormittag waren wir schon in unserem Hostel, bzw. unserer kleinen Hütte. Somit hatten wir genug Zeit, uns gleich mal ein wenig umzusehen. Wir sind über den nebenan liegenden Markt geschlendert und ein wenig durch die Straßen. So sehr groß ist es nicht, also haben wir uns ein wenig Info-Material besorgt, was man hier so machen kann (ist eine ganze Menge) und sind dann nochmal los.

Und wir haben spontan gleich zwei „Führungen“ mitgemacht. Die erste, um noch ein wenig Zeit zu überbrücken, bis dann die zweite losging. 

Etwas, was in jedem Supermarkt und auf jedem Tisch im Restaurant oder Imbiss steht, sind Saucen von Marie Sharp. Es gibt scharfe und sehr scharfe, das in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Und wir haben ein schnelles Tasting dazu gemacht. Sehr lecker! ein paar der Saucen haben wir schon im Gepäck, das war keine schlechte Wahl. Was wir interessant fanden (es gab natürlich auch noch ein paar mehr Infos dazu): Belizer sind nicht sehr stolz auf eigene Produkte, sie bevorzugen importierte Waren. Was wohl auch daher kommt, dass meist Rohstoffe exportiert werden. Das erste richtige, fertige Produkt, das exportiert wurde und wird, sind die Saucen von Marie Sharp. Und darauf sind sie sehr stolz und macht sie zu etwas besonderem!

Als zweites haben wir uns eine Information über Schokolade gegönnt. Bei AJAW bekommt man eine tolle Einführung in die Herstellung und Bedeutung der Schokolade bei den Maya. Wir durften selbst Hand anlegen und auch probieren. Sehr fein! Übrigens: typischerweise trinkt man die Schokolade mit heißem Wasser, ohne Milch!

Und noch ein kleiner Nachsatz: heute haben wir Nachricht bekommen, dass Kassiopeia seit letztem Dienstag gut und sicher an Land steht. Sehr beruhigend!

Hopkins

Dienstag haben wir Caye Caulker verlassen, so richtig leid getan hat uns die Abreise nicht. Mit der Fähre sind wir zurück nach Belize City, von dort mit dem Bus in Richtung Süden nach Dangriga und für den letzten kleinen Hopser nach Hopkins haben wir uns mit anderen ein Sammeltaxi gegönnt. Hopkins ist ein ziemlich verschlafenes Nest, was uns im Moment sehr entgegen kommt. Der Plan war ja, anfangs erstmal ein wenig die Füße hochzulegen. Hier geht das. Zum einen, weil man tatsächlich nicht viel unternehmen kann, zum anderen, weil das Wetter nicht so der Knüller ist. Es ist kühl (nachts brauche zumindest ich zwei Decken), bewölkt und regnet gelegentlich. Aber um lesend in der Hängematte zu liegen, taugt das!

Endlich warm!

Seit Donnerstag sind wir schon in Belize, genauer gesagt Caye Caulker. Das ist eine kleine, vorgelagerte Insel hinter dem Riff. Wir dachten, das ist genau das richtige, um ein paar Tage die Füße hochzulegen. Und es ist auch wirklich sehr schön hier. Für uns jedoch trotzdem kein Paradies, es ist einfach zu voll und laut. Alles ist extrem touristisch und entsprechend teuer. Wenn man mal in einer Seitenstraße unterwegs ist, trifft man zwar immer auf äußerst freundliche Menschen, die schönen Ecken der Insel sind jedoch woanders. Im Hostel heben wir den Altersschnitt deutlich an – was nicht so schlimm wäre, wenn uns das Hostel an sich besser gefallen würde. 

Irgendwie ist das trotz der herrlichen Bilder und auch wirklich schönen Eindrücke nicht „unsere“ Insel. Deswegen geht es bereits Dienstag aufs Festland, wir hoffen mit der nächsten Unterkunft eine bessere Wahl getroffen zu haben.

Zum Füße hochlegen bzw. am Strand in den weißen Sand stecken kommen wir hier schon trotzdem. Wenn wir schon mal da sind… 😉

zurück aus der Kälte

Seit Vorgestern ist Michl wieder zurück von Kassipoeia. Der Wind hat erst deutlich nachgelassen und dann auf südliche Richtung gedreht, das heißt, es wird wärmer. Für Freitag sind sogar bis zu 15°C möglich, da sollte das Eis im Creek sich dann auch so langsam verabschieden. Kassiopeia steht nämlich immer noch nicht an Land, bisher wäre ein Eisbrecher nötig, um sie in die Kranbox zu ziehen. Wir fliegen dennoch morgen nach Belize, in der Werft kennen sie ja Kassiopeia und wir konnten oft genug beobachten, dass die Jungs dort wissen, was sie tun beim Boote heben und wieder absetzen. Wir sind gespannt, wann wir das Bild von Kassiopeia an Land bekommen und wo wir sie dann im Frühling wiederfinden.

Hier in Fredericksburg sind wir am Packen. Endlich mal wieder geht es in die Wärme, schön, wenn hauptsächlich Shorts, T-Shirts und Badesachen in die Rucksäcke wandern 🙂 Letzte Nacht bekamen wir noch einen kleinen Schrecken, vor Honduras gab es ein Erdbeben mit einer kurzfristigen Tsunami-Warnung auch für Belize, das war jedoch glücklicherweise eine Fehlwarnung.

Eiseskälte

Der ein oder andere wird schon von der Kältewelle hier im Osten der USA gelesen haben. Wir hatten uns deswegen kurzfristig entschlossen, Kassiopeia allein zu lassen, unsere Sachen zu packen und zu unseren Freunden nach Fredericksburg zu ziehen. Der Plan war, nach den Feiertagen so schnell wie möglich Kassiopeia an Land zu holen. Das wäre in einem normalen Winter wohl auch kein Problem, dieses Jahr ist es etwas schwieriger. Michl fuhr heute allein nach Deltaville und hat Kassiopeia eingefroren vorgefunden. Der Kran wurde zwar heute mal kurz zum Laufen gebracht, für die Hydraulik ist es jedoch zu kalt. Und ohne Hydraulik kann kein Boot gekrant werden. Was nicht das einzige Problem ist, da Kassiopeia aufgrund des Eises gar nicht zum Kran gezogen oder gefahren werden kann.

Also opfert sich Michl und bleibt mit inzwischen zwei Heizlüftern an Bord und tut sein Möglichstes, dass unsere Dame nicht weiter einfriert und dabei Schaden nimmt. Für heute Nacht ist ein Schneesturm angekündigt, dann über das Wochenende wieder viel Wind aus Nordwest, der bringt um die -10°C. Könnte auch kälter werden.

Plan B

Jetzt kommen wir doch nochmal zum Thema Wetter. Da die Vorhersagen sich teilweise massiv widersprochen haben, haben wir uns erstmalig eine Beratung eines Wetterrouters hier aus der Gegend gegönnt. Wir dachten, die sollten mehr Ahnung davon haben, wie man die Wetterlage auch insgesamt einschätzen kann. Und siehe da: so etwas ähnliches wie ein Wetterfenster hat sich über Weihnachten aufgetan. Die Knackpunkte, weshalb wir es nicht genutzt haben: wir hätten bei gut 30kn konstantem Wind (entsprechend mehr in Böen) ablegen müssen (zwar von hinten, aber dennoch ein wenig viel), und hätten dann Gas geben müssen, um vor dem nächsten Tief möglichst weit südlich zu sein (das hätte ungemütlicher werden können als die 30kn am Anfang). Fanden wir beides nicht so sehr prickelnd und haben uns dagegen entschieden.

Laut Router war das jedoch das letzte halbwegs passable Wetterfenster, bevor besagtes Tief kommt und auch eine massive Kaltfront für rauheres Wetter sorgen wird. Und nachdem es hier tatsächlich so langsam doch recht kühl wird (heute Nacht -8°C und früh trotz Heizlüfter 12°C im Salon), müssen wir irgendwie hier weg. Somit kommt Plan B zum Zuge. Da wir wenigstens einen Teil vom ursprünglichen Plan Bahamas beibehalten wollten, geht es nach Belize. Fängt ja auch mit B an 🙂 Und zwar per Flieger. Was wir dort alles machen und ansehen, ist schon in der groben Planung. Kassiopeia kommt wieder an Land, wir machen alles winterfest und dann geht es auf dem bequemen Weg in die Wärme. Jetzt müssen wir nur noch bis nächste Woche durchhalten, dann ist in der Werft der Weihnachtsurlaub vorbei.