Kleinzeug und ein Ausflug

Neben dem Streichen stehen noch ein paar andere „Kleinigkeiten“ an. Die Halterung der Gasflaschen im Ankerkasten ist mit der Zeit völlig aufgeweicht (auch Bootssperrholz hält nicht ewig), jetzt bauen wir eine aus Plexiglas. Die Kette bekommt unten eine neue Auflage, die müssen wir nur noch besorgen. Zumindest haben wir schon eine Vorstellung, was wir so wollen. Dann haben wir Post bekommen – unser Reiseführer für Kanada ist da, die Sommerplanung kann noch ein Stück konkreter werden. ins Buch eingepackt war meine neue Kreditkarte. Die alte wurde in Belize gehackt, glücklicherweise wurde der Betrug jedoch schnell erkannt. Was wir dabei gelernt haben: für die Zeit des Postversands kann man die Karte beim Anbieter telefonisch auch temporär sperren. Falls sie unterwegs abgefangen wird, kann sie so wenigstens nicht missbraucht werden! 

Unser kleiner Rückkehrer hat etwas Arbeit verursacht – er hat sich nämlich gestern durch unser Moskitonetz gebissen, die offene Tüte Nachos im Salon war wohl doch zu verführerisch… Zumindest hat er sich über nichts anderes hergemacht, vielleicht kann er sich ja doch an Regeln halten. Das neue Fliegengitter ist aus Aluminiumnetz, wir sind gespannt, wie lange es standhält. Unser Ziel ist dennoch, den Kleinen dauerhaft loszuwerden. Die Falle ist mit einem neuen, selbstgemixten Köder bestückt und die ersten Rezepte für Squirrel-Stew (Grauhörnchen-Eintopf) haben wir auch schon studiert. Nachdem an dem Knirps aber nicht so sehr viel dran ist, werden wir ihn wohl eher wieder aussetzen. Diesmal jedoch deutlich weiter weg! Zuerst muss er allerdings nochmal in die Falle gehen…

Das sonnige Wetter gestern haben wir zu einem Ausflug nach Kilmarnock mit Elke und Werner von der SY NaJa genutzt – es ist zwar immer noch kühl, aber die Sonne ist einfach herrlich! Und der Frühling gibt alles, überall ist es grün, es blüht und sprießt nur so!

Grundierung

Es wurde noch ein wenig weiter gespachtelt und geschliffen, aber irgendwann war es genug und wir konnten uns an die Grundierung machen. Der Rumpf war vorbereitet, den Schleifstaub hatten wir noch abgewaschen und gut getrocknet. Also ging es ans Farbe mischen, wir haben uns für eine 2K-Grundierung entschieden, der Lack wird dann auch 2K, der sollte mehr aushalten als ein 1K-Lack.

Der erste Mischversuch schlug fehl – wir hatten den falschen Verdünner gekauft und die Farbe wurde batzig. Ein wenig Lehrgeld hat uns das gekostet – die deswegen zusätzlich erforderliche Dose Farbe hat mal schnell $45 gekostet… Der richtige Verdünner hat dann anstatt $5 auch noch 28 gekostet – was investiert man nicht alles für ein schönes Boot!

Insgesamt zwei Schichten Grundierung sind aufgetragen und Kassiopeia sieht jetzt schon richtig schick aus! So gleichmäßg weiß kennen wir sie gar nicht 🙂

Ansonsten kam die Kälte zurück – die Winterdecke ist wieder im Einsatz. Und noch einen Rückkehrer haben wir: Sam, das Squirrel, hat den Rückweg gefunden. Die Falle steht wieder, beim nächsten Mal wird er weiter weg gebracht!

Abschied von Sam

Und wir hoffen endgültig! Auch zum zweiten Mal konnte er/sie sich wieder befreien, dann haben wir die Falle ein bißchen besser eingestellt und heute vormittag war es soweit: er ging rein und kam nicht mehr raus. Natürlich war die Verzweiflung groß, aber selbst sein durchaus herzzerreißender Blick hat uns nicht erweichen können. Einer der Arbeiter hier vom Yard hat ihn ein paar Meilen weit weg gebracht und wir hoffen, dass er dort ein schönes, neues Zuhause findet. 

Schleifarbeiten

Das schöne Wetter haben wir direkt ausgenutzt. Nach der ersten Schleifrunde sind die Löcher am Rumpf verspachtelt, geschliffen, nachgespachtelt und wieder nachgeschliffen. Das ganze haben wir pünktlich zum heutigen Regenwetter hinbekommen. Dank Elke und Werner von der SY Na Ja ist sogar schon abgeklebt. Wenn es wieder trocken ist und nicht ganz so windig, können wir also grundieren.

Da es wärmer wird, können wir auch wieder mehr im Cockpit leben. Herrlich! Eine Nebenwirkung ist, dass endlich wieder die Nähmaschine ihren Platz auf dem Salontisch gefunden hat. Die ersten Sommerkopfbedeckungen sind genäht, ein paar andere Dinge stehen noch an. Außerdem lässt es sich so einfacher räumen und aussortieren. Von Cristina und Gaël haben wir letzthin ein paar Reste bekommen, die konnten wir endlich auch mal sinnvoll verteilen. Die Winterdecke haben wir inzwischen außer Dienst gestellt, die wenn verpackt ist, ist nochmal mehr Luft. 

Tja, und unser Grauhörnchen bleibt uns treu. Das ist ja eigentlich eine schöne Eigenschaft, in dem Fall aber nicht wirklich. Inzwischen hat er/sie schon zweimal unser Cockpit als Klo benutzt (glücklicherweise finden wir „nur“ feste, kleine Knödel, die sich leicht aufsammeln lassen) und verschiedenes Obst angeknabbert. Aber das kann so nicht weitergehen. Die Jungs vom Yard haben Freitag eine Falle aufgebaut, aus der er sich beim ersten Mal direkt wieder befreien konnte. Gerade warten wir darauf, daass er zum zweiten Mal reingeht… Der Plan ist, ihn/sie ein Stück weiter weg wieder auszusetzen. Wir wollen ihm ja nichts schlimmes, aber das mit der WG funktioniert einfach nicht.

es wird wärmer…

So langsam aber sicher scheint es tatsächlich wärmer zu werden und auch zu bleiben. Das ist für uns der Startschuss für die Vorbereitung der Arbeiten am Rumpf, der ja laut nach Farbe schreit. Michl hatte schon angefangen, die ein oder andere abgeplatzte Stelle mit dem Dremel zu bearbeiten, heute hat er noch ein paar gefunden. Ich habe den Marlin am Bug entfernt, da wollen wir nicht drumherum malern (einen neuen haben wir schon an Bord). Der Bugspriet ist abgebaut und eine Rumpfseite ist schon angeschliffen. Spachteln können wir die Löcher noch nicht, dafür ist es mit um die 10°C doch noch zu kalt.

Unser Einbrecher hatte sich zuerst mal ein paar Tage ferngehalten (zumindest haben wir ihn nicht gesehen), heute hat er uns gleich ein paar Mal besucht. Wir waren grad kurz im Yard unterwegs und als wir zurück kamen, rumpelte was im Cockpit und der Kleine ist von dannen gehüpft. Hat sich aber durchaus Zeit gelassen dabei. Später saß ich unten, da war er schon wieder da. Anscheinend hat ihm der Aufstrich geschmeckt, den wir mittags hatten und von dem noch Reste in einer Schüssel im Cockpit standen. Nachdem die Schüssel bei seinem dritten Besuch weg war, kam er anschließend nicht wieder. Da müssen wir uns noch was einfallen lassen, wie wir unseren kleinen Freund von Kassiopeia fernhalten…

Einbrecher an Bord

Angstschiss

Vor ein paar Tagen und heute hatten wir um die Frühstückszeit einen Besucher an Bord. Zumindest hatten wir ihn/sie da das erste Mal bemerkt. Wir stehen ja inzwischen nah am Büro, das nah an den Bäumen steht. Und da kommt unser „Gast“ leicht über Dach und Außenborder auf Kassiopeia. Bis heute früh waren wir noch entzückt. Inzwischen nicht mehr ganz so sehr.

von außen

Heute tagsüber waren wir ein paar Stunden unterwegs und wollten verhindern, dass der/die Kleine es sich im Salon gemütlich macht, also haben wir die Schotts am Niedergang eingesteckt. Woran wir nicht gedacht haben, war die Luke in der Bugkabine. Die ist zwar durch das Dinghi gut geschützt, bei entsprechender Körpergröße kann man aber unten drunter krabbeln und sich durchquetschen. Dann muss nur noch das Fliegengitter überwunden werden (was wohl die leichteste Übung war) und schon ist man drin. Leider gibt es dann da aber keinen Ausgang mehr. Zumindest keinen, den so ein kleiner Kerl öffnen kann. Der Rückweg über die Luke ist nicht über Klettern erreichbar, also hat er/sie sich freigebissen. Und das gründlich.

eigentlich putzig, oder?

Tja, die Idee mit den Schotts war für diesen Fall eine blöde… Jetzt überlegen wir, wie wir den nächsten „Einbruch“ verhindern können. Der Knirps muss ja auch ziemliche Panik gehabt haben, das wollen wir uns allen nicht mehr antun. Vielleicht wurde Sam (heut früh hatten wir uns noch einen Namen überlegt…) ja auch so abgeschreckt, dass er/sie eh nicht mehr wiederkommt. 

Frühling! und ein Wiedersehen

Es scheint, als ob er endgültig gekommen ist. Zwischendurch gibt es zwar immer noch kühle Tage und unsere Heizungen haben noch keine Sommerpause, aber die Sonne wärmt doch gleich ein Stück mehr. Und wir können auch wieder unser Cockpit benutzen, das erweitert den Wohnraum doch deutlich. Endlich! Das heißt andererseits auch, dass wir so langsam anfangen können, an Kassiopeia zu arbeiten. Bei noch nicht mal 10°C tagsüber ist das einfach zu kalt gewesen bisher.

Tja, und was haben wir die letzte Zeit so alles getrieben? Wir waren beide in unseren Jobs ganz gut mit Arbeit versorgt und dank unseres Stellplatzes, der inzwischen direkt neben dem Büro und somit der WiFi-Antenne ist, konnten wir ausführlich der Mediatheken frönen. Danke ans öffentlich rechtliche Fernsehen 🙂

Und so ganz nebenbei haben wir ein paar nette Abende mit Cristina und Gaël aus der Schweiz. Sie kamen vor gut einer Woche hier an, sind inzwischen nach Hause geflogen und wollen hier ihr Boot verkaufen lassen. Es war zwischendurch sehr schön, mal wieder mit anderen internationalen Seglern zu plauschen und sich über vergangene und, wer weiß, vielleicht zukünftige Ziele auszutauschen.

Und so kamen heute gleich die nächsten Segler zum Plauschen an: Elke und Werner mit Mitseglern und ihrer SY NAJA, direkt und ohne Zwischenstopp von Florida nach Deltaville. Und, was durchaus bemerkenswert ist: auch ohne Motor, der ließ sich nämlich bereits in Florida nicht mehr starten. Letzte Nacht sind sie in der Fishing Bay angekommen, heute dann unter Segeln an den Steg. Wir freuen uns sehr, die beiden wiederzusehen, das letzte Mal war in Brasilien vor knapp vier Jahren!

Ende einer Odyssee

Wir haben ja schon länger ein eigenes Auto. Bis vor kurzem konnten wir glücklicherweise mit Hilfe von Freunden das Auto auf ihren Namen anmelden und versichern. Als wir jetzt aus Mexiko zurück kamen, gab es nun die Nachricht: sie gehen zurück nach Deutschland. für die beiden eine gute Nachricht! Wir freuen uns grundsätzlich mit, haben aber jetzt das Problem mit dem Auto. Wenn sie hier nicht mehr wohnen, können sie auch kein Auto mehr haben, somit erstmal wir auch nicht.

Somit mussten wir probieren, Klara auf uns anzumelden. Als wir das Auto gekauft haben, hieß es noch, das geht nicht, aber man kann ja einfach nochmal fragen. Unsere erste Adresse war die DMV, die US-amerikanische Zulassungsstelle für Fahrzeuge. Die erste Antwort dort: wenn wir hier keine Adresse haben, dann wird das Auto eben auf die deutsche Adresse zugelassen. 

Also haben wir uns des Themas Autoversicherung angenommen. Online sind wir gescheitert – wir haben keine Sozialversicherungsnummer und keinen Führerschein aus Virginia..Den entscheidenden Tipp bekamen wir hier in der Werft: eine kleine Niederlassung der Versicherung „Virginia Farm Bureau“. Wir wurden sehr freundlich beraten und hatten einen Tag später ein Angebot für eine Versicherung. Dass wir hier keinen offiziellen Wohnsitz haben, nur einen deutschen Führerschein und keine Sozialverscihernugsnummer – alles kein Problem. Als Adresse wurde völlig problemlos die Werft hier genommen (was wir selbstverständlich zuvor abgesprochen haben). 

Wir sind daraufhin nochmal zur DMV, wir wollten genau nachfragen, welche Unterlagen wir brauchen, von der Versicherung kam nämlich noch die Info, dass wir mit einer lokalen Fahrlizenz unsere Rate senken könnten. Um die zu bekommen, muss man nachweisen, dass man hier wohnt. Eine Meldepflicht gibt es in den USA nicht, also kann man u.a. mit einer Arzt-, Strom- oder Wasserrechnung, einem bestätigten Nachsendeantrag, oder einer Rechnung einer Kfz-Versicherung seinen Wohnsitz belegen.

Also haben wir die Versicherung abgeschlossen, sind direkt weiter zur DMV – und wurden von dort wieder heimgeschickt. Die Versicherungsbestätigung reicht als Adressnachweis nicht aus (Rechnung haben wir noch nicht) und unsere Führerscheine für eine Anmeldung auf die deutsche Adresse auch nicht – da steht nämlich keine Adresse drauf. Wir sind einen Tag später wieder hin – mit meinem Personalausweis, das ist das einzige offizielle Dokument mit Bild und Adresse, das wir dabei haben (Michls Personalsausweis ist noch in Buenos Aires, der wurde ja dort geklaut). Und wurden wieder heimgeschickt, die Registrierungssoftware kommt mit der deutschen Postleitzahl nicht zurecht.

Bei der DMV kannten sie uns inzwischen schon, die Damen dort waren sehr hilfsbereit. Das ging so weit, dass sie hier in der Werft angerufen und darum gebeten haben, dass wir eine Bestätigung über einen Liegeplatz ausgestellt bekommen (Bootslagerung an Land zählt nicht als Wohnsitz). Den Schrieb haben wir Montag bekommen, noch kurz den Sturm am Dienstag abgewartet und sind gestern zur Zulassung. Und haben jetzt ein auf uns versichertes Auto auf Kassiopeias Adresse angemeldet!

Ein riesiges Danke an Meghean und Missy vom Yard, Jennifer von der Versicherung und Gail inkl. Mitarbeiterinnen bei DMV!

Deltaville Sock Burning

Gestern war DAS gesellschaftliche Großereignis in Deltaville. Einer der Segelmacher hatte zum Einleiten des Frühlings durch Sockenverbrennen eingeladen, dazu gab es Freibier und gratis Austern. Und alle sind gekommen! Wir haben ein paar Segler, die auch hier in der Werft ihr Boot haben, getroffen, und alle miteinander waren wir erstaunt, wie viele Menschen in Deltaville leben. So sehr groß ist das doch gar nicht, dachten wir bisher immer. Das Wetter hat mitgespielt, die Sonne kam raus und solange sie da war, war es auch angenehm. Ein netter Nachmittag mit Speis, Trank und Musik – Danke Ullman Sails!

und jetzt wieder auf Kassiopeia

Der Sturm hat noch am Wochenende angedauert und ist so ziemlich vorbei, also sprach nichts mehr dagegen, zu Kassiopeia zu fahren. Es ist zwar immer noch ein wenig frisch (tagsüber knapp 10°C, nachts jedoch wohl nicht mehr unter 0°), aber wir haben uns einfach noch einen Heizkörper geliehen und schaffen damit im Salon gute 25°C. 

Bei Kassiopeia ist alles soweit bestens. Den halben Wald, der sich mit der Zeit an Deck gesammelt hat, haben wir größtenteils schon wieder entfernt. Ansonsten haben wir einen schönen Stellplatz bekommen – sehr sonnig, in Wassernähe und durch die Bäume sehen wir den Sonnenuntergang.

mal wieder zurück in den USA

Seit Donnerstag sind wir wieder in den USA, nachdem wir jedoch die letzten Tage mit der Wärme in Puerto Morelos nochmal in vollen Zügen genossen haben. Wenn wir, als wir den Flug gebucht haben, gewusst hätten, dass Freitag und heute ein Sturm über die Ostküste fegt, wären wir vielleicht ein wenig später geflogen… Ein paar Tage fanden wir noch Zuflucht bei unseren Freunden in Fredericksburg, der Plan ist, Montag zu Kassiopeia zu fahren. Wir werden sehen, wie weit sie noch abgekühlt ist… Tagsüber hat es hier schon Temperaturen knapp im zweistelligen Plus-Bereich (also doch deutlich wärmer als in Deutschland) und es ist auch sonnig, wir wissen aber nicht, wie schattig Kassiopeia steht. Bald sind wir schlauer.

Abschied aus Belize

Diesmal sind wir, zumindest für diese Reise, endgültig aus Belize abgereist. In Orange Walk Town haben wir uns sehr wohl gefühlt. Immer wieder wurden wir auf der Straße oder in Geschäften angesprochen und in Belize willkommen geheißen, alle waren interessiert, wie uns Belize gefällt und natürlich erfreut über unsere Antwort. Wir haben uns ein wenig an Marokko erinnert gefühlt, da war es das letzte Mal, dass wir so oft herzlich im Land begrüßt wurden!

In Orange Walk Town steppt nicht gerade der Bär, also sind wir ganz einfach ein wenig durch die Straßen gelaufen und haben nochmal lecker bei Nina gegessen. Gestern sind wir dann mit dem Bus nach Mexiko gefahren. Der Grenzübergang war wieder einfach, aber da hatten wir bisher noch nirgends Probleme. Die Ausreise aus Belize kostet 40BZ$ (=20US$), die Einreise nach Mexiko 533MXN (~23€), dafür dürfen wir aber 180 Tage bleiben. Bis zu unserem Hostel in Chetumal haben wir uns ein Taxi gegönnt, der Bus war etwas in Zeitnot (ja, es gibt hier Fahrpläne, an die sich möglichst auch gehalten wird) und der wäre auch nicht bis ins Zentrum gefahren.

Gestern war dann auch gleich Karneval angesagt – abends war ein großer Umzug mit etlichen Wagen, vielen Tänzern, lauter Musik und ganz, ganz vielen fröhlichen Menschen in groß und klein. Der Umzug hat fast drei Stunden gedauert, wir haben ihn zwar nicht komplett gesehen, aber zu überhoren war er nunmal nicht 😉

Heute haben wir uns ein wenig Kultur gegönnt. Chetumal liegt ja noch mitten im Maya-Gebiet und so gibt es hier ein Museum über die Kultur der Maya. es ist sehr interessant aufgemacht, mit vielen Ausstellungsstücken und auch Modellen verschiedener Stätten. Auch zu Tikal wurde noch etwas erklärt. Interessant wäre, was sich an den Erläuterungen über die Beziehungen der Stätten untereinander ändert, wenn denn die neuentdeckte Stätte in Petén/Guatemala besser erforscht ist!

zurück aus der Kälte

Seit Vorgestern ist Michl wieder zurück von Kassipoeia. Der Wind hat erst deutlich nachgelassen und dann auf südliche Richtung gedreht, das heißt, es wird wärmer. Für Freitag sind sogar bis zu 15°C möglich, da sollte das Eis im Creek sich dann auch so langsam verabschieden. Kassiopeia steht nämlich immer noch nicht an Land, bisher wäre ein Eisbrecher nötig, um sie in die Kranbox zu ziehen. Wir fliegen dennoch morgen nach Belize, in der Werft kennen sie ja Kassiopeia und wir konnten oft genug beobachten, dass die Jungs dort wissen, was sie tun beim Boote heben und wieder absetzen. Wir sind gespannt, wann wir das Bild von Kassiopeia an Land bekommen und wo wir sie dann im Frühling wiederfinden.

Hier in Fredericksburg sind wir am Packen. Endlich mal wieder geht es in die Wärme, schön, wenn hauptsächlich Shorts, T-Shirts und Badesachen in die Rucksäcke wandern 🙂 Letzte Nacht bekamen wir noch einen kleinen Schrecken, vor Honduras gab es ein Erdbeben mit einer kurzfristigen Tsunami-Warnung auch für Belize, das war jedoch glücklicherweise eine Fehlwarnung.

Kältewelle

Nachdem ich nochmal die Leinen verstärkt hatte, haben wir den Wintersturm gut überstanden. Die Nächte waren zwar sehr kurz, weil an Schlaf bei dem Wind nicht wirklich zu denken war, Kontrolle ging vor. Doch das ist jetzt vorbei, obwohl doch noch ab und an gscheite Böen durchpfeifen. Dafür ist die Kälte da, letzte Nacht waren es -12°C und heute soll es noch mal ein paar Grad runtergehen. Meine beiden kleinen Heizkörperchen laufen auf Hochtouren, doch ist es immer wieder ein Vergnügen zu Kochen oder Wasser für Tee heiss zumachen, da das dann eine recht angenehme Temperatur bringt 🙂 

Morgen, Sonntag, soll der Wind dann auf Süd drehen, was warme Temperaturen bis zu +10°C mit sich bringt. Allerdings wird es wohl noch ein paar Tage dauern, bis das Eis soweit weggetaut ist, dass wir kranen können. Deshalb werde ich morgen nochmal Eis hacken, das wärmt :-), und dann zu Claudi und unseren Freunden düsen. Sollte es bis Mittwoch mit dem Kranen klappen, fahren wir nochmal hierher, ansonsten bereiten wir uns auf die wärmeren Gefilde vor 🙂

Eiseskälte

Der ein oder andere wird schon von der Kältewelle hier im Osten der USA gelesen haben. Wir hatten uns deswegen kurzfristig entschlossen, Kassiopeia allein zu lassen, unsere Sachen zu packen und zu unseren Freunden nach Fredericksburg zu ziehen. Der Plan war, nach den Feiertagen so schnell wie möglich Kassiopeia an Land zu holen. Das wäre in einem normalen Winter wohl auch kein Problem, dieses Jahr ist es etwas schwieriger. Michl fuhr heute allein nach Deltaville und hat Kassiopeia eingefroren vorgefunden. Der Kran wurde zwar heute mal kurz zum Laufen gebracht, für die Hydraulik ist es jedoch zu kalt. Und ohne Hydraulik kann kein Boot gekrant werden. Was nicht das einzige Problem ist, da Kassiopeia aufgrund des Eises gar nicht zum Kran gezogen oder gefahren werden kann.

Also opfert sich Michl und bleibt mit inzwischen zwei Heizlüftern an Bord und tut sein Möglichstes, dass unsere Dame nicht weiter einfriert und dabei Schaden nimmt. Für heute Nacht ist ein Schneesturm angekündigt, dann über das Wochenende wieder viel Wind aus Nordwest, der bringt um die -10°C. Könnte auch kälter werden.