{"id":4954,"date":"2013-03-14T23:23:56","date_gmt":"2013-03-14T23:23:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ueber-die-meere.de\/wordpress\/?p=4954"},"modified":"2018-05-24T22:02:22","modified_gmt":"2018-05-25T02:02:22","slug":"hammam","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.ueber-die-meere.de\/wordpress\/?p=4954","title":{"rendered":"Hammam"},"content":{"rendered":"<p>Heute habe ich etwas ganz besonderes unternommen. Suuz hatte vor ein paar Tagen schon die Idee, dass wir doch mal in einen Hammam gehen k\u00f6nnten. Im B\u00fcro hat sie die n\u00f6tigen Infos bekommen: wo er ist, wann die beste Zeit ist, was wir dazu brauchen und was uns der Spa\u00df in etwa kosten w\u00fcrde. Und nachdem Aneke noch mit wollte (sie fahren morgen Richtung Norden los), war heute der Tag, an dem wir das ausprobieren wollten. Gl\u00fccklicherweise hatte Suuz schon vorher geschaut, wo der Eingang ist, wir h\u00e4tten das wohl sonst nie gefunden. Eine unscheinbare T\u00fcr in einem unscheinbaren Haus &#8211; wir w\u00e4ren sicher etliche male dran vorbei gelaufen. Und dann hat auch noch alles geschlossen ausgesehen. Wagemutig haben wir gerufen und sind reingegangen. Und schon waren wir mittendrin.<\/p>\n<p>Nachdem nur Aneke in Fes einmal in einem Hammam war, waren wir alle auch recht neugierig, was auf uns zukam. Aber wir konnten gar nichts falsch machen, uns wurde recht bestimmt gesagt, was wir tun m\u00fcssen \ud83d\ude09 Erstmal ausziehen, die Handt\u00fccher haben wir in einen extra Eimer gegeben. Unsere Klamotten wurden uns abgenommen und irgendwo verwahrt. Und dann ging es in den eigentlichen Hammam. Zuerst einmal war es hei\u00df und dampfig. Und es war nicht besonders orientalisch gefliest oder dekoriert, eigentlich sehr einfach mit wei\u00dfen Fliesen bis in Kopfh\u00f6he, mehrere R\u00e4ume hintereinander mit einzelnen Nischen. Aber wir wollten in einen Hammam ohne Touristen &#8211; und in genau so einem waren wir. Uns wurde eine Ecke zugewiesen, in den Nischen und anderen Ecken sa\u00dfen bereits Frauen ganz unterschiedlichen Alters, die bereits besch\u00e4ftigt waren. Wir bekamen dann etliche Eimer und Bottiche mit hei\u00dfem Wasser, mit dem wir uns \u00fcbergossen haben. Wir haben uns eingeseift, wurden abwechselnd mit einem Massagehandschuh behandelt (das kostet extra, ansonsten macht frau das gegenseitig) und haben gr\u00fcndlichst alles gewaschen und mit dem hei\u00dfen Wasser sch\u00f6pferweise immer wieder abgesp\u00fclt. Als wir fertig waren, wurden wir mit unseren Handt\u00fcchern versorgt, in die Umkleide gebracht, wo wir unsere Sachen wieder bekommen haben.<\/p>\n<p>Der Hammam war ein tolles Erlebnis! Die Marokkanerinnen waren ganz anders als auf der Strasse, alles war sehr offen und entspannt untereinander, v\u00f6llig ohne Show oder Scham. Wir haben laute Diskussionen mitbekommen und gute Stimmung.\u00a0Der Hammam ist f\u00fcr islamische Frauen der einzige Ort, an dem sie unter sich sind und an den keine M\u00e4nner kommen. Ein Besuch kann gerne auch zwei Stunden dauern, frau l\u00e4sst sich da durchaus Zeit. Und es wird miteinander geredet. Anscheinend waren wir drei eine Sensation, aber eine gern gesehene. Wir wurden auch besorgt gefragt, welcher Preis uns genannt wurde, aber wir haben offensichtlich den Normalpreis gezahlt. Es gab am Ende noch eine kleine Verwirrung \u00fcber die Verteilung des Geldes (Eintritt, Massage, Kleideraufbewahrung, jeder bekommt etwas), aber auch das konnte dank einer marokkanischen Dame, die sehr gut franz\u00f6sisch sprach gekl\u00e4rt werden. Es ist allerdings auch durchaus interessant, in einer leidenschaftlichen, arabischen Diskussion unter Frauen mitten drin zu sein \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute habe ich etwas ganz besonderes unternommen. 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