{"id":18011,"date":"2017-10-30T20:17:27","date_gmt":"2017-10-31T00:17:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ueber-die-meere.de\/wordpress\/?p=18011"},"modified":"2017-11-09T23:12:54","modified_gmt":"2017-11-10T04:12:54","slug":"spontane-entscheidung-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.ueber-die-meere.de\/wordpress\/?p=18011","title":{"rendered":"spontane Entscheidung"},"content":{"rendered":"<p>Donnerstag sind wir wieder zur\u00fcck zu Kassiopeia gefahren &#8211; in Erwartung von ein wenig Arbeit, etwas k\u00fchleren Temperaturen und einem Bowdenzug, der planm\u00e4\u00dfig am 7. November eintrifft. Wir waren noch nicht aus Fredericksburg raus, da kam ein Anruf von Isolde, ob wir mit ihr und Gabor ein Boot auf die Bahamas \u00fcberf\u00fchren w\u00fcrden. Und zwar m\u00fcssten wir sp\u00e4testens Dienstag in Providence sein, wir haben 15 Minuten Zeit, uns zu entscheiden.&nbsp;Nun, also sind wir dann eben am Sonntag in den Flieger gestiegen&#8230;<\/p>\n<p>Zuvor war jedoch auf Kassiopeia noch allerhand zu tun: das Coppercoat musste fertig gestrichen werden, dazu mussten ein Paar St\u00fctzen verschoben werden (haben wir nicht selbst gemacht), W\u00e4sche waschen war n\u00f6tig, Rucks\u00e4cke rauskramen, Lebensmittel auf Haltbarkeit pr\u00fcfen und entweder essen oder verteilen, einen sch\u00f6nen Abend mit Heike und Herwig von der SY Worlddancer II verbringen, neuen Wasserhahn einbauen (der letzte hat immerhin ein ganzes Jahr gehalten&#8230;) und nat\u00fcrlich packen.<\/p>\n<p>Ein wenig st\u00fcrmisch war es schon die ganze Zeit, der Flieger ist trotzdem beachtlich ruhig gelandet. Gabor hat uns abgeholt, zum Boot gebacht, wir haben uns ein wenig umgesehen und nach einer kleinen Einkaufstour hatten wir uns alle auf einen gem\u00fctlichen Abend eingestellt. Das Boot ist (bzw. war) gem\u00fctlich und knuffig.<\/p>\n<p>Dann kam die Nacht, der Wind wurde mehr, irgendwann war es ein ausgewachsener Sturm. Das w\u00e4re noch nicht das Problem gewesen, das kam dann in Form von bis zu 3m hohen Wellen am Dock. Lange Nacht ganz kurz erz\u00e4hlt: uns sind alle sieben Festmacher gebrochen, ein paar Fender explodiert, wir hatten Probleme, den Motor zu starten (zeitgleich mit dem Rei\u00dfen der letzten Leine ist er angesprungen), eine Rettungsinsel ging ohne uns auf die Reise, einer monstr\u00f6sen elektrischen Winsch war es zuviel, uns zur\u00fcck an den Steg zu ziehen, wir sind unz\u00e4hlige Male mit dem Bug auf das Dock gekracht und mit der Backbordseite in ein anderes Boot (unser Schaden ist deutlich gr\u00f6\u00dfer), hatten Ruderprobleme, in den Heckkabinen stand das Wasser (was u.a. zum Ruderproblem f\u00fchrte), die Coastguard wollte nur wissen, ob der Eigner bescheid wei\u00df und wir Wassereinbruch haben (da hatten wir die Heckkabine noch nicht besichtigt, das Wasser da kam aber auch von den Wellen \u00fcbers Heck) und letztendlich gegen drei Uhr fr\u00fch haben wir es noch geschafft, uns im Windschatten eines Trockendocks festzumachen. Da werden wir jetzt die zweite Nacht verbringen, das Dock muss zuerst noch von einem Taucher kontrolliert werden.<\/p>\n<p>Heute haben wir grob aufger\u00e4umt und Sch\u00e4den besichtigt &#8211; da gibt es leider einige&#8230; Eine Abfahrt zu den Bahamas ist so definitiv nicht m\u00f6glich, wir sind sicher, noch nicht alle Sch\u00e4den entdeckt zu haben. Au\u00dferdem haben wir uns bem\u00fcht, unseren Adrenalinspiegel wieder auf Normallevel zu bringen. An Schlaf war die ganze Nacht nicht zu denken, fr\u00fch haben wir es zwar probiert, hat aber selbst da nicht richtig geklappt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donnerstag sind wir wieder zur\u00fcck zu Kassiopeia gefahren &#8211; in Erwartung von ein wenig Arbeit, etwas k\u00fchleren Temperaturen und einem Bowdenzug, der planm\u00e4\u00dfig am 7. November eintrifft. 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